Tierisch gut – Spielzeug und Geschichten zur Winterzeit
1. Dezember 2026 bis 31. Januar 2027
Kinder entwickelten zu Tieren schon immer eine besondere Beziehung. Die Spielzeughersteller wussten darauf zu reagieren und so gelangten zum altbekannten Steckenpferd am Ende des 18. und im Verlauf des 19. Jahrhunderts zahlreiche weitere Tiere in die Spielzeugregale. Die Ausstellung im StadtMuseum Pirna zeigt eine breite Palette dieser Spielsachen aus privaten Sammlungen - Pferdeställe, Ochsenkarren, Bauernhöfe, Zootiere und Jagdszenen. Es sind Holz- und Massefiguren. Außerdem werden Leihgaben aus dem Museum »Manufaktur der Träume« in Annaberg-Buchholz sowie Objekte aus den eigenen Beständen ausgestellt.
Ein verbreitetes Spielzeug waren die Archen, von denen verschiedene Formen aus unterschiedlichen Zeiten gezeigt werden. Sind sie heute begehrtes Sammelobjekt, waren sie früher beliebtes Spielzeug vor allem in den streng puritanischen Ländern. Die Kinder durften sonntags nur damit spielen, weil die Arche ihnen eine biblische Geschichte näherbrachte.
Zu sehen ist auch bewegliches Spielzeug, das heute noch in Seiffen von der Firma Wolfgang Werner, oft nach historischen Vorbildern, hergestellt wird. Es übte vor dem Einzug elektrisch betriebener Spielsachen eine besondere Faszination aus, bringt uns aber auch heute noch zum Staunen.
Tiere sind nicht nur Spielzeug, sondern ebenfalls in zahlreichen Märchen, Geschichte, Liedern und der Weihnachtskrippe zu finden. Davon ist in der Ausstellung ebenfalls einiges zu entdecken. Sie widerspiegeln unser Verhältnis zum Tier. Wie widersprüchlich sich dieses Verhältnis entwickeln kann, wird in der Geschichte von Friedrich Wolf »Die Weihnachtsgans Auguste« deutlich. Dank einer Leihgabe des Deutschen Institutes für Animationsfilm e.V. gibt es in der Ausstellung ein Wiedersehen mit dem DEFA-Puppentrickfilm und ihren Akteuren aus dem Jahre 1985.
