Sonderausstellungen

Neben der umfassenden Dauerausstellung, die sich mit der Sächsischen Schweiz, dem Elbsandstein und der Stadt Pirna beschäftigt, zeigt das StadtMuseum Pirna in regelmäßigen Abständen interessante Sonderausstellungen. Die drei bis sechs-monatigen Ausstellungen beschäftigen sich sowohl mit regionalen als auch zeitgeschichtlich relevanten Themen.

Vergangene Sonderausstellungen

Willkommen an Bord – Elbeschifffahrt in der Sächsischen Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert

1. März bis 2. Juni 2019

Die Sonderausstellung im StadtMuseum Pirna widmet sich ausgewählten Facetten aus 200 Jahren Schifffahrtsgeschichte. Sie ist das Resultat der Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe, die Schifffahrtsbegeisterte, Sammler und Historiker vereinte. Herausragende Exponate sind unter anderem verschiedene Schiffsmodelle, die originale Dampfsteuermaschine des Personendampfers „Schmilka“ und die Fahne des Postaer Schiffervereins.

Die Schifffahrt hat über Jahrhunderte die wirtschaftliche Entwicklung im Gebiet der Sächsischen Schweiz wesentlich geprägt. Um 1800 gab es von Pirna bis zur böhmischen Grenze in fast allen Elborten Schiffseigner, die mit ihren Kähnen verschiedene Kaufmannsgüter, Getreide oder Obst transportierten. Dazu gehörten auch die konzessionierten Steinschiffer, welche den Sandstein aus den Brüchen zu den Steinniederlagen und Baustellen befördern durften. Bei der Talfahrt setzten die Schiffe Segel. Auf der Rückreise mussten Arbeitskräfte gemietet werden, die mittels Zugleine vom Ufer aus das „Bergwärtsziehen“ entweder selbst betrieben oder Tiere zum Vorspann einsetzten.

Die aufkommende Dampfkraft im Zuge der Industrialisierung veränderte die Schifffahrtsverhältnisse grundlegend. Im Jahr 1833 ließ der Zuckersiedereibesitzer Heinrich Wilhelm Calberla in Krippen den Holzrumpf für einen Heckraddampfer bauen, der Maschineneinbau erfolgte in Hamburg. 1836 erhielten Dresdner Kaufleute ein Privileg zum Betreiben der Dampfschifffahrt. Am 6. August des Folgejahres erreichte das  Dampfschiff „Königin Maria“ während einer Fahrt Pirna und erregte hier großes Aufsehen. Die Fahrgastschifffahrt nahm einen rasanten Aufschwung: Im Jahr 1861 verfügte die Dampfschifffahrtsgesellschaft bereits über zwölf Schiffe und 1865 wurden schon über eine Million Passagiere befördert. Zur 50-Jahrfeier des Unternehmens 1886 verkehrten bereits 22 Raddampfer, die auf der Elbe 61 Stationen bedienten und mittlerweile 2,2 Millionen Fahrgäste beförderten. Heute sind noch immer neun Raddampfer eine  touristische Attraktion, seit 1994 ergänzt durch zwei große moderne Salonmotorschiffe.

Auch die Frachtschifffahrt erreichte neue Dimensionen. Im Jahr 1869 begann auf einem ersten Teilstück zwischen Merschwitz und Loschwitz die Kettenschleppschifffahrt. Im folgenden Jahr fuhren die Kettendampfer schon bis Schmilka. Später erwuchs dieser Technologie eine starke Konkurrenz in leistungsfähigen Seitenrad-Schleppdampfern. Der Elbausbau ermöglichte den Einsatz immer größerer Schiffe.

Klitzeklein – Erzgebirgische Holzminiaturen aus der Sammlung von Albrecht Krenkel

2. Dezember 2018 bis 10. März 2019

Mit über 2.000 Miniaturfahrzeugen aus dem Erzgebirge könnte die Ausstellung als ein Oldtimertreffen im Lande Liliput angesehen werden. Die Miniaturen tragen Modellcharakter, so dass ein Rundgang durch die Ausstellung einer Chronik der Fahrzeuggeschichte gleicht. Am Anfang des 20. Jahrhunderts als Spielzeug entworfen, sind sie zu heißgeliebten Objekten von Sammlern geworden.

Gold gab ich für Eisen – Die Garnisonsstadt Pirna und der Erste Weltkrieg

2. Dezember 2018 bis 10. März 2019

Mit über 2.000 Miniaturfahrzeugen aus dem Erzgebirge könnte die Ausstellung als ein Oldtimertreffen im Lande Liliput angesehen werden. Die Miniaturen tragen Modellcharakter, so dass ein Rundgang durch die Ausstellung einer Chronik der Fahrzeuggeschichte gleicht. Am Anfang des 20. Jahrhunderts als Spielzeug entworfen, sind sie zu heißgeliebten Objekten von Sammlern geworden.

Skulpturensommer Pirna – Radierungen und Kleinplastik im StadtMuseum Pirna

30. Juni bis 30. September 2018

Seit dem 6. Mai werden anlässlich des diesjährigen Skulpturensommers in den Bastionen der ehemaligen Festung  Sonnenstein Holzplastiken und Bronzen des weit über die Grenzen Deutschlands hinaus geehrten Bildhauers gezeigt. Das StadtMuseum stellt nun für 9 Wochen 24 Grafiken des Künstlers aus, die Einblick in einen zweiten, sehr eigenständigen Bereich seines Schaffens geben.

Auf der hohen Kante – 20 Pfund Silbermünzen aus der Sächsischen Schweiz

31. Mai 2018 bis 26. August 2018

Ende April 2016 entdeckten Bergsteiger in der Sächsischen Schweiz zufällig beim Klettern einige Münzen in einer Felsspalte. Unverzüglich benachrichtigten sie die Polizei, die ihrerseits das Landesamt für Archäologie Sachsen einschaltete. Nun begann eine ungewöhnliche Fundbergung: Mit insgesamt 2275 Silber- und 2 Goldmünzen mit einem Gesamtgewicht von knapp 10 kg ist der Fund einer der größten Münzschätze Sachsens.

Ornament und Figur – Textile Arbeiten und Plastik von Elrid und Robert Metzkes

4. März 2018 bis 24. Juni 2018

Arbeiten der bekannten Künstlerin Elrid Metzkes sind bisher in ihrer Geburtsstadt Pirna, in der sie auch aufgewachsen ist, noch nicht gezeigt worden. Mit der Ausstellung im StadtMuseum Pirna wird die Kunstpreisträgerin der DDR vorgestellt. Würdige Ergänzung findet die Ausstellung durch Terrakotten und Bronzen ihres Sohnes Robert Metzkes, der als freischaffender Bildhauer in Berlin mehrfach ausgezeichnet wurde.

Weißt du noch ...!? – DDR-Spielzeug aus der Sammlung von Eric Palitzsch

4. November 2017 bis 25. Februar 2018

Das Stadtmuseum stellt mit der Sonderausstellung „Weißt du noch ...!?“ Teile einer DDR-Spielzeugsammlung vor, die aus weit mehr als 5.000 Exponaten besteht. Eric Palitzsch hat diese zusammengetragen und somit einen umfassenden Überblick über 40 Jahre Spielzeugproduktion der DDR geschaffen.

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