Leitbild Pirna 2030

Das Leitbild 2030 beschreibt, wie sich die Stadt für die Zukunft aufstellen will. Dabei spielen vor allem auch neue Herausforderungen in der Stadtentwicklung – wie beispielsweise der demografische Wandel, die Globalisierung, der Klimawandel, steigende Transport- und Energiekosten, die Verankerung der Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene und eine neue Beteiligungskultur – eine bedeutende Rolle.

Grundlage für diesen angestrebten Entwicklungszustand Pirnas im Jahr 2030 sind die bestehenden Vorzüge, Qualitäten und Werte Pirnas sowie visionäre, aber nicht unrealistische Ziele. 2006 wurde das Leitbild in einem intensiven Abstimmungsprozess mit umfassender Bürgerbeteiligung erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen. Es soll jedoch kein starres Konstrukt sein, sondern einen flexiblen Orientierungsrahmen bilden, der entsprechend der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Entwicklungen angepasst und fortgeschrieben wird. Die dem Stadtrat seit 2008 vorgelegten Leitbildberichte zeigen auf, wie die Ziele bislang mit Maßnahmen untersetzt wurden, welche Ziele erfüllt wurden und wo noch Handlungsbedarf besteht.

2015 wurde das Leitbild unter Beteiligung aller relevanten Akteure und unter Beachtung der bislang umgesetzten Maßnahmen fortgeschrieben. Dabei wurden auch aktuelle Entwicklungstendenzen im Bereich Wirtschaft, Verkehr und Stadtentwicklung sowie redaktionelle Änderungen berücksichtigt. Zentraler Bestandteil der Fortschreibung war auch die Integration des 2012 beschlossenen Teilleitbildes „Pirna 2030 – Die klimagerechte und energieeffiziente Stadt“. 

Leitbild 2030

Das Titelblatt von Pirnas Leitbild 2030

Umsetzung

Die Stadtverwaltung Pirna informiert jährlich in Form eines Berichtes über den Stand der Umsetzung des Leitbild 2030.

Leader-Förderung

Zur Umsetzung des Leitbildes Pirna 2030 nutzt die Stadt Pirna aktuelle Fördermöglichkeiten.

Leitsätze

Die Stadt mit aufgeschlossenen und aktiven Bürgerinnen und Bürgern

Bürgerliches Engagement und Mitbestimmung

Die Bürgerinnen und Bürger aller Generationen und Interessengruppen gestalten das Zusammenleben in ihrer Stadt durch Kreativität und Eigenverantwortung aktiv mit und engagieren sich auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. Stetige Kommunikation, gemeinsame Diskussionen über die Stadt und nachbarschaftliche Netzwerke mobilisieren die Bürgerschaft und schaffen Identität. Umfassende Bürgerbeteiligung ist dabei ein wichtiges Element der demokratischen Mitbestimmung. Die Stadtverwaltung fördert bürgerschaftliches Engagement und fordert gleichzeitig eine aktive Bürgerbeteiligung ein.

Weltoffen und tolerant

Die Pirnaer Bürgerinnen und Bürger sind weltoffen und tolerant. Alle Bevölkerungsgruppen, Glaubensrichtungen und Nationalitäten werden aktiv in das politische, kulturelle und soziale Leben der Stadt einbezogen. Tendenzen von Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung haben in Pirna keinen Platz. Pirna pflegt intensiv die Beziehungen zu den Partnerstädten.

Vereinsleben

Die hohe Identifikation der Pirnaer Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt spiegelt sich in reger Vereinstätigkeit, Initiativen und Stadtfesten wider. Pirna fördert die vielfältige Vereinslandschaft und das ehrenamtliche Engagement der Bürgerschaft. Das Vereinsleben hat eine wichtige kulturelle und sozialintegrierende Funktion, trägt aber auch dazu bei, das positive Image der Stadt in der Außenwirkung zu fördern.

Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen

Um Menschen mit Beeinträchtigungen ein gleichgestelltes Leben zu ermöglichen, werden bei allen kommunalen Entscheidungen und Maßnahmen die besonderen Belange beeinträchtigter Menschen sowie die Ziele der Barrierefreiheit berücksichtigt. Jeder Mensch in seiner Individualität nimmt barrierefrei am Leben teil und wird als selbstverständliches Mitglied unserer Bürgergemeinschaft anerkannt. Beeinträchtigte Kinder und Jugendliche sind in Tageseinrichtungen und Schulen integriert.

Die Stadt mit engagierten Gewerbeunternehmen und mit Potenzial für Neuansiedlungen

Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen

Pirna mobilisiert alle Aktivitäten, die vorhandenen Arbeitsplätze langfristig zu erhalten und weitere zu schaffen. Ziel ist ein hoher Anteil an Arbeitsstätten für die Einwohnerinnen und Einwohner Pirnas Vorort und die Senkung der Arbeitslosenquote. Eine optimale Koordinierung von Familie und Beruf sowie die gerechte Verteilung der Erwerbstätigkeit werden unterstützt. Die Heranbildung qualifizierter Fachkräfte wird durch die Initiative Schule – Wirtschaft frühzeitig gefördert.

Nachhaltige Wirtschaftsförderung und Gewerbeansiedlung

Die Potenziale an vorhandenen Branchen sowie die hervorragenden überregionalen Verkehrsanbindungen auf Straße und Schiene ermöglichen eine stabile wirtschaftliche Grundlage für die prosperierende Stadt. Die Entwicklung neuer Standorte bietet attraktive Ansiedlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Ein breites Angebot für das mittelständische Gewerbe, für Handwerk, Handel und Dienstleistungen komplettiert die Strukturen. Gemeinsam mit den Unternehmen im Konzern Stadt Pirna und den Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Verwaltung werden Ansiedlungs- und Standortverlagerungswünsche übergreifend und kompetent unterstützt und realisiert. Die Stadt Pirna fördert und initiiert aussichtsreiche Wirtschaftskooperationen und interkommunale Zusammenarbeit mit dem Ziel der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Stärkung des regionalen Marketings.

Nutzung und Ausbau vorhandenen Potenzials

Pirna ist das einzige Mittelzentrum im oberen Elbtal. Pirnaer Unternehmen sind in sächsischen Netzwerken aktiv, die durch die regionale Wirtschaftsförderung große Unterstützung erfahren. Kernkompetenzen sind das Gesundheits- und Sozialwesen, das verarbeitende Gewerbe (Herstellung von Kunststoffwaren, Metallerzeugnissen, elektrischen Ausrüstungen, Kraftfahrzeugteilen) und die öffentliche Verwaltung. Betriebe der Hochtechnologie und Forschungseinrichtungen expandieren zunehmend ins Dresdener Umland. Pirna bietet dazu exzellente Möglichkeiten. Wirtschaftsförderung im Verbund, kulturelles und touristisches Marketing sowie der Ausbau der Kooperationsbeziehungen mit den Umlandgemeinden werden forciert. Die Bestandspflege ansässiger Unternehmen ist eine Kernkompetenz der Wirtschaftsförderung.

Internationalität

Pirna baut seine Rolle als Brückenpfeiler zur Landeshauptstadt Dresden, der Sächsisch-Böhmischen Schweiz und dem EU-Nachbarland Tschechien sowie Europa weiter aus und gestaltet sie durch Aktivitäten und internationale Zusammenarbeit aktiv mit. Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in Pirna willkommen.

Die Stadt als attraktives Tourismusziel mit historischem Flair, reichem kulturellem Erbe und Sinn für Gastlichkeit inmitten schönster Natur

Profilierung als Zentrum im Kulturraum Dresden

Pirna hat sich durch seine geografische Lage an der Elbe und seine mittelalterlich geprägte Stadtstruktur mit attraktiven Freiräumen und Blickbeziehungen ins obere Elbtal zu einem kulturellen und touristischen Zentrum in der Region Dresden entwickelt. Die städtischen und regionalen Besonderheiten werden gepflegt und gefördert.

Baukultur und kulturelles Leben

Kulturdenkmäler, eine vielfältige Museumslandschaft und ein lebendiges Kunst- und Kulturgeschehen schaffen nach innen und außen Identität, verleihen Charakter und Ansehen. Sie fördern Integration, Bildung, soziale Kommunikation, Information sowie Unterhaltung und sorgen für einen hohen Wohn- und Freizeitwert für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Gäste der Stadt. Pirna nimmt mit Engagement seine Verantwortung wahr, die wertvollen Strukturen der Altstadt sowie die kulturhistorisch bedeutsamen Bauten, Kunstschätze und kulturellen Einrichtungen zu erhalten, zu pflegen und diese einer breiten interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Tourismus

Die Tourismusangebote der Stadt sind auf Familien und Personen ausgerichtet, die Interesse an Stadt, Natur und Sport haben. Pirna profitiert dabei von seinen vielfältigen touristischen Potenzialen und Ressourcen sowie den geschichtlichen und geografischen Vorzügen und stärkt damit seine Bedeutung als nationales und internationales Reiseziel in der Region. Pirna ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Dresden und in die Sächsisch-Böhmische Schweiz und deren Nationalparkregion. Besonders attraktiv sind Touren auf dem Elberadweg und Dampfschifffahrten auf der Elbe. Pirna erweitert seine touristischen Angebote, baut die dazugehörige Infrastruktur weiter aus und verstärkt das Marketing, um den Tourismus zu einer tragenden und zukunftsträchtigen Säule der Wirtschaftsstruktur zu entwickeln und den Bekanntheitsgrad weiter zu erhöhen.

Pirna – die Stadt mit besonderem Ambiente für individuellen Einkauf, erlebnisreiche Gastronomie und Events

Die Angebots- und Aufenthaltsqualität in der Stadt wird durch ein gezieltes Stadtmarketing und die Vernetzung von Kultur- und Einzelhandelsangeboten in der Innenstadt gesteigert. Die Branchenvielfalt in Handel und Gastronomie ist herausragend, ihr Erhalt wird gefördert. Vielfältige Kultur- und Tourismusangebote mit spezifischer stadteigener Prägung werden weiter qualifiziert und zu einem überregionalen Markenzeichen ausgebaut. Die Entwicklung von Passagen für Fußgängerinnen und Fußgänger in der Innenstadt zum „Kaufhaus Altstadt“ und ein aktives Marktleben haben den individuellen „Erlebniseinkauf“ unter Beibehaltung und Erweiterung der stadttypischen Einzelhandelsstruktur zum Ziel.

Die Stadt zum Wohnen in städtisch wie ländlich geprägten Ortsteilen mit hoher Lebensqualität für Jung und Alt

Wohn- und Lebensqualität durch individuelle Wohnformen

Pirna hält in seinen städtisch wie ländlich geprägten Ortsteilen ein breites Angebot an unterschiedlichsten Wohnformen in allen Preis- und Größensegmenten bereit, um den vielfältigsten Ansprüchen nach Individualität und Qualität entsprechen zu können. Schwerpunkte sind Wohnformen für Familien und seniorengerechtes Wohnen. Die Eigenheimstandorte sind in das Stadtgefüge integriert und haben damit eine sehr gute regionale und innerstädtische Anbindung. In Pirna hat der Denkmalschutz große Bedeutung. Die historische Bausubstanz wird erhalten, gepflegt und an die Bedürfnisse des heutigen Lebens angepasst, wodurch sich die Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Wohnumfeld verbessert.

Grundversorgung und Infrastruktur

In Pirna sind alle Alters- und Sozialgruppen in das Stadtleben eingebunden. Nahezu alle Stadtteile und Ortschaften zeichnen sich durch eine gesunde Nutzungsmischung von Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung aus. Den demografischen Veränderungen Rechnung tragend, wird die Bau-, Sozial-, Kultur- und Bildungsstruktur optimiert und in den einzelnen Stadtteilen bedarfsgerecht weiter ausgebaut. Neben der Förderung des Einzelfachhandels auf lange Sicht und der weiteren Angebotsverdichtung in der Innenstadt wird der wohnortnahen Grundversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sowie der Sicherung von sozialen Angeboten und Bildungseinrichtungen als ein wesentlicher Bestandteil der Infrastrukturentwicklung besondere Bedeutung beigemessen.

Die Stadt mit vielfältigen Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten für alle

Bildungs- und Betreuungsangebote

Die Stadt Pirna ist kinder- und jugendfreundlich und verfügt über ein umfassendes Angebot an Kindereinrichtungen, differenzierten Schul- und Freizeitangeboten. Kinderbetreuung, Grundschulstandorte sowie Ganztagsangebote werden wohnortnah erhalten. Es wird des Weiteren ein aktives Mitwirken in den Vereinen und Glaubensgemeinschaften der Stadt gefördert. Oberschulstandorte werden in den verdichteten Stadtteilen weiter entwickelt und die Gymnasien der Stadt mit unterschiedlichem thematischem Profil aufgewertet und auf hohem Niveau vorgehalten. Eine besondere Bedeutung für Pirna hat das zweisprachige deutsch-tschechische Gymnasium mit Internat. Für die Erwachsenenbildung wird ein vielseitiges Angebot bereitgestellt. Regionale Berufsbildungszentren verschiedener Profile und Bildungsangebote freier Träger werden unterstützt und erhalten.

Kultur und Freizeit

Ein breit gefächertes kulturelles Angebot ist das Markenzeichen Pirnas. Die Stadt fördert und unterstützt kulturelle Vorhaben sowie die Vernetzung von Kultur- und Freizeitangeboten. Partnerschaften zwischen Kultur und Wirtschaft werden zur Kulturförderung und als Mehrwert für Unternehmen angeregt. Die Kultur, Freizeit- und Naherholungsmöglichkeiten der Stadt sind auf die Bedürfnisse der Familien, Berufstätigen, Kinder und älteren Menschen ausgerichtet, aber auch für Personen, die Interesse an Stadt, Natur und Sport haben. Zur Erweiterung des Angebotes wird die Schaffung einer multifunktionellen Veranstaltungsstätte angestrebt.

Sport

Die Pirnaer Sportvereine bestimmen und bereichern das soziale städtische Leben. Besonders Natursportarten, wie Wassersport, Bergsteigen und Wandern, Rad, Reitsport und Segelfliegen haben Tradition und werden Einheimischen und Gästen weiter erschlossen. Das engagierte Mitwirken vieler Akteurinnen und Akteuren aus der Bevölkerung, aus Vereinen, der Kommune und der Wirtschaft wird unterstützt. Um allen Alters- und Interessengruppen ein breites Angebot zur sportlichen Betätigung anzubieten, wird der Breiten-, Freizeit- und Leistungssport gefördert und regional sowie überregional weiter ausgestaltet. In Pirna traditionell vorhandene Leistungssportarten werden unterstützt, um Nachwuchs im Kinder und Jugendbereich zu interessieren.

Kleingartenwesen

Das gemeinnützig wirkende Kleingartenwesen wird als Bestandteil der sozial geprägten Stadt entsprechend der demografischen Entwicklung bedarfsgerecht ausgebaut. Als wohnungsnahes Freizeitangebot ermöglichen Kleingartenanlagen sowohl den Aufenthalt in der Natur mit hohem Gesundheits- und Erholungswert als auch generationsübergreifende soziale Kontakte und die Integration aller Bevölkerungsschichten. Gleichzeitig tragen die Kleingärten stadtökologisch zur Verbesserung des Stadtklimas und zur Entwicklung der Grünstruktur bei.

Die klimagerechte und energieeffiziente Stadt

Umweltbewusstsein und Lebensqualität durch Schutz der natürlichen Ressourcen

Pirna orientiert sich am Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Stadt trägt Verantwortung für den Erhalt der Schutzgebiete, des innerstädtischen Grüns und des Waldbestandes. Die wohnortnahen Freiräume werden geschützt und intensiver erlebbar gemacht. Die Stadtentwicklung orientiert sich an ökologischen Grundsätzen wie der Nutzung innerstädtischer Flächen, dem Schutz der Außenbereiche vor weiterer Bebauung, flächensparender Bauweisen und der Funktionsmischung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Angestrebt werden zudem eine ökologische Land- und Kleingartenbewirtschaftung, Flächenentsiegelungen und ein ökologischer Hochwasserschutz.

Umweltverträgliche Mobilität und Stadt der kurzen Wege

Um dem steigenden Mobilitätsbedürfnis Rechnung zu tragen, ohne damit mehr Verkehr zu erzeugen, werden die Verkehrsmittel des Umweltverbundes, die Vernetzung der Verkehrswege und die Umsteigemöglichkeiten zu und zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln attraktiver gestaltet und erweitert. Die weiträumige Ortsumgehung B172 entlastet die Stadt weiter vom überörtlichen Verkehr. Durch geeignete Maßnahmen werden die Ziele der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt, eine PKW-freie Altstadt und eine verbesserte Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Sonnenstein schrittweise realisiert. Der bedarfsgerechte Ausbau von Versorgungs-, Dienstleistungs-, Kultur- und Freizeitangeboten in den Stadtteilen hält Wegstrecken kurz, verringert den Transportbedarf und die Zahl der Fahrzeuge. Diese umweltfreundliche Mobilität fördert zudem lebendige Stadtteile.

Kontinuierliche Verbesserung der Klimaschutzarbeit

Die Stadt betreibt lokale Klimaschutzarbeit als Bestandteil des nationalen und internationalen Klimaschutzes und orientiert sich an dessen Zielvorgaben. Die praktische Umsetzung in Pirna wahrt die Balance im Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz. Der qualitative und quantitative Erfolg einer beständigen Verbesserung wird in regelmäßigen Abständen geprüft und kommuniziert.

Klimafreundlicher Umgang mit Energie

Pirna ist mit dem European Energy Award Silber ausgezeichnet und will diesen Status auch beibehalten. Daher setzt sich die Stadt aktiv für die Einsparung von Energie und somit die Minderung von Treibhausgasemissionen ein. Eine kontinuierliche Erhöhung der Effizienz in der Energieerzeugung und Infrastruktur sowie die Förderung erneuerbarer Energie bieten direkte Einsparungspotenziale. Die kompakte aber durchgrünte Stadtstruktur mit energieeffizientem Gebäudebestand und kurzen Wegen, trägt indirekt zur CO 2-Minderung bei.

Kommunikation und Vorbildwirkung

Die konstruktive, vernetzte Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, einer engagierten klimabewussten Bevölkerung und der lokalen Wirtschaft sind das A und O einer klimafreundlichen Kommune. Die Stadt Pirna bemüht sich um Dialog, Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Anregung zu nachhaltigem selbstständigem Handeln unter wirtschaftlich verlässlichen und vertretbaren Rahmenbedingungen. Ihre eigene Klimaschutzarbeit auf den kommunalen Handlungsfeldern wird transparent und aktiv kommuniziert und erfüllt Vorbildwirkung.

Historisch, aktuell und mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung die Zukunft im Blick

Orientierung am Leitbild der europäischen Stadt

Pirna orientiert sich am Leitbild der europäischen Stadt mit einer nach innen gerichteten, flächensparenden Bauentwicklung, einem vernetzten System öffentlicher Räume, einer sozialen und funktionalen Mischung sowie einem urbanen Zentrum. Pirna bewahrt seinen Altstadtkern und sein Schloss Sonnenstein als ein unverwechselbares Ensemble sowie die historisch gewachsenen und städtebaulich bedeutungsvollen Stadtteile und Ortskerne.

Stadtentwicklung unter den veränderten demographischenund wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Regional kooperativ, ressortübergreifend und im Dialog mit allen Akteurinnen und Akteuren in Pirna zielt die Stadtentwicklung sowohl auf die bedarfsgerechte bauliche Umstrukturierung, Revitalisierung und Weiterentwicklung als auch auf die soziale Stabilisierung der Stadtquartiere ab. Aktionsfelder der Stadtentwicklung unter den veränderten demographischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die weitere Aufwertung der historischen Innenstadt, der Stadtteilzentren Copitz und Sonnenstein und der historischen Dorfkerne, die Umnutzung von brach gefallenen Flächen sowie der schrittweise Umbau und die städtebauliche Integration der Großwohngebiete. Es entstehen neue Qualitäten, die Historisches mit Zeitgemäßem verbinden. Die „weichen Standortfaktoren“ wie Lebensqualität, intakte Stadt und Landschaftsräume, Freizeit und Kulturangebote und das Image der Stadt gewinnen dabei an Bedeutung. Die weitere Entwicklung von Bürgerbüros, Stadtteil- und Citymanagement sowie geeignete Fördermittelstrategien sind Teil der zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Begleitend werden umfangreiche Analysen und Prognosen durchgeführt, um die notwendige Transparenz über Entscheidungen in der Stadtentwicklung zu liefern.

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