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Vorfreude auf Pirnas Skulpturensommer 2026 – Oberbürgermeister Tim Lochner trifft Kuratorin Christiane Stoebe auf dem Sonnenstein

In wenigen Tagen wird die schwergewichtige Freiluftausstellung in den Festungsanlagen des Schlosses Sonnenstein in Pirna eröffnet.

Alle Skulpturen haben inzwischen ihren Platz gefunden, sind gut in Szene gesetzt und ausgeleuchtet worden. Nun warten sie auf interessierte Besucher. So manche Leihgabe hat eine Reise von mehr als 5.000 Kilometern hinter sich. Zu sehen sind seltene Werke aus dem Familienbesitz der Künstler, bekannte Kunst aus dem Albertinum und Kunstinstallationen, die ausschließlich für diese Ausstellung in den Gemäuern der Festung entworfen und gefertigt wurden. 

Eine solche Ausstellung muss gut geplant, recherchiert und vorbereitet werden. Kuratorin Christiane Stoebe beginnt ein Jahr im Voraus damit. Ohne ihr Engagement wäre diese Ausstellung nicht denkbar. 2003 kam sie nach Sachsen, inspiriert durch ihren Mentor Helmut Heinze aus Kreischa. In Pirna kaufte sie das Haus Am Plan 3 in der Schifftorvorstadt, führte eine Galerie und sah von dort hinauf zum Sonnenstein, wo sie später die Idee einer Freiluft-Kunstausstellung verwirklichen konnte. 

Seit 2013 können Kunstinteressierte und -liebhaber von Mai bis Oktober, diese einzigartige Schau besuchen. Zu den Ersten, die schon im April von Christiane Stoebe persönlich durch die Ausstellung geführt wurden, gehörte Oberbürgermeister Tim Lochner. Als Handwerksmeister konnte er den enormen Aufwand und die Leistung der Bildhauer mit geschultem Auge erkennen und wertschätzen. Auch in diesem Jahr vereint der Skulpturensommer internationale, tschechische und deutsche Kunstschaffende, die Werke von Gips über Bronze und Stahl bis hin zu Installationen und interaktiven Elementen präsentieren.

Das Thema lautet „Dazwischen“. Besonders aussagekräftig dazu ist die übermenschlich große Holzskulptur von Pavla Sceranková. Sie beschreibt den Zustand vieler Menschen, die immer zwischen Himmel und Erde hin- und hergerissen sind, die nicht weiterwissen im Leben und Phasen haben, in denen sie labil und unsicher sind. „Dazwischen“ bedeutet aber auch, mittendrin zu sein, zwischen Mann und Frau, zwischen Raum und Zeit, regt die eigene Fantasie an und eröffnet neue Möglichkeiten. Die Besucher dürfen sich also auf ein „Dazwischen“ zwischen all den kostbaren Exponaten freuen.

Geöffnet ist vom 10. Mai bis 27. September 2026 mittwochs bis sonntags sowie feiertags von 13 bis 17 Uhr.

Der Pirnaer Skulpturensommer wird auch 2026 freundlich unterstützt durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden sowie vom Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.