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WagnerCafé feiert 180 Jahre Ernst von Schuch mit Festvortrag und Musik

"Der Klang Dresdens – Ernst von Schuch zwischen Wagner und Strauss": Festvortrag von Schuchs Urenkelin Martina Damm und Musikprogramm mit Bariton Bernhard Hansky in Begleitung von Prof. Michael Schütze am Flügel am 11. Oktober 2026 im Jagdschloss Graupa

Unter dem Motto „Der Klang Dresdens – Ernst von Schuch zwischen Wagner und Strauss“ steht am Sonntagnachmittag im Jagdschloss Graupa ein festlicher Vortrag mit Musikbegleitung anlässlich des bevorstehenden 180. Geburtstages von Dresdens Hofkapellmeister Ernst von Schuch (1846-1914) am 23. November. Seine Urenkelin Martina Damm, Vorsitzende der Schuch-Familienstiftung, wird das Wirken ihres Urgroßvaters vorstellen.

Im begleitenden Musikprogramm erklingen Lieder von Richard Wagner, Ernst von Schuch, Richard Strauss und Felix Draeseke, vorgetragen von Bariton Bernhard Hansky und begleitet von Prof. Michael Schütze am Flügel. Es werden Kaffee und ein süßer Snack gereicht.

Die Ära Schuch

Die Bedeutung Ernst von Schuchs für das Dresdner Musikleben ist unbestritten. Die „Ära Schuch“ währte mehr als vier Jahrzehnte. Schuch verehrte seinen Amtsvorgänger Richard Wagner und pflegte dessen Werk.  Ab 1872 Königlicher Hofkapellmeister, nutzte er seinen Einfluss auf die Spielplangestaltung, um Opern von Wagner zur Erstaufführung in Dresden zu bringen. Herausragend war Schuchs Engagement für Richard Strauss, als dessen „Leibdirigent“ er die Opern „Feuersnot“, „Salome“, „Elektra“ und „Rosenkavallier“ zur Uraufführung brachte. Unter Schuch entwickelte sich Dresden zu einer der führenden Musikbühnen Europas. Er erweiterte die Sächsische Staatskapelle zu einem der größten Klangkörper der Welt. Schuch verstarb kurze Zeit nach der Dresdner Erstaufführung von Wagners „Parsifal“. Zu den Klängen von Wagners Trauermarsch aus der Oper „Götterdämmerung“ wurde Schuch am 14. Mai 1914 unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit zu Grabe getragen. Auf dem Kötzschenbrodaer Friedhof liegt er neben seiner Ehefrau Clementine Schuch, die dort 1932 beerdigt wurde. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Grab von Schuchs Tochter Liesel, der Großmutter von Martina Damm.