Letzte Chance: Finissage-Wochenende im Klosterhof
Auf der Galerie-Etage des Museums ist noch bis 19. Juli die großformatige Nachbildung eines spätgotischen Marienaltars zu sehen, der im Zuge der Kirchenreformation aus dem Pirnaer Dominikanerkloster entfernt wurde und auf eine einzigartige Wanderschaft ging.
Seit jeher bringt die „Madonna von Fürstenau“ die Menschen aus Böhmen und Sachsen zusammen. So ist das Ende der dem Altar gewidmeten Sonderschau „Madonna auf Wanderschaft“ im StadtMuseum Pirna gleichzeitig der Auftakt zu einer inzwischen ausgebuchten Busfahrt am 5. Juli zum alljährlichen Kirschenfest mit ökumenischer Andacht in der sächsisch-böhmischen Grenzregion. Von der einstigen Station des Madonnenaltars in einer ehemaligen Kapelle in Vorderzinnwald (Přední Cinvald) startet eine Pilgerwanderung zur Kirche in Fürstenau, wo eine beleuchtete Nachbildung der Madonnenstatue in Glas erinnert.
Auch die viel beachtete Sonderausstellung zur Fürstenauer Madonna begibt sich nach ihrem Abbau auf Pilgerschaft. Nächste Station der Schau ist die Bergstadt Lößnitz. Von dort aus kehrt die Ausstellung später nach Teplice zurück, wo der originale Madonnenaltar einen Teil der Dauerausstellung zur sakralen Kunst im dortigen Regionalmuseum bildet.
Unter dem Titel „Jochen Fiedler – Maler in der Sächsischen Schweiz“ sind noch bis zum 5. Juli ausgewählte Werke des Cunnersdorfer Künstlers Jochen Fiedler in der 2. Etage zu besichtigen. Die aktuelle Sonderschau Pirna zeigt Pastelle und Ölgemälde aus den letzten fünf Jahren. Es sind Landschaften mit ihren Dörfern und kleinen Städten sowie Stillleben – immer wieder neu erlebt, gesehen und auf Papier und Leinwand gebracht.
Jochen Fiedler malt und zeichnet hauptsächlich im Freien. Als überzeugter Pleinairist fängt er die Stimmungen der Landschaft zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten ein. Es entstehen überwiegend Pastelle, welche den momentanen Natureindruck unverfälscht wiedergeben. Diese dienen häufig auch als Vorlage für Ölgemälde, welche im Atelier entstehen. Jochen Fiedler sucht für seine Bilder nicht die spektakuläre Felsenwelt auf, sondern bevorzugt sanfte Hügelketten, Täler, weite Felder und Gärten. Manches Pastell dient später als Vorlage für ein Gemälde. Im Atelier entstehen zudem Stillleben, meist Blumen und Früchte aus dem eigenen Garten. Ungeachtet zeitgeistiger Trends bleibt Jochen Fiedler sich selbst treu, orientiert an der Dresdner Malschule des 20. Jahrhunderts und beeinflusst von der impressionistische Maltradition der Franzosen.