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Presseinformationen der Stadt Pirna und der städtischen Gesellschaften

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29.03.2017, Quelle: Stadt

Neues interkommunales Industriegebiet im Dresdner Umland

Autobahnzubringer

Eine Machbarkeitsstudie bescheinigt der Entwicklung eines gemeinsames Industrie- und Gewerbegebietes an der Bundesautobahn 17 und dem Autobahnzubringer B 172a gute Aussichten auf Erfolg.

Die Nachbarstädte Dohna, Heidenau und Pirna haben die Möglichkeit prüfen lassen, in dem Gebiet am Feistenberg ein interkommunales Flächenangebot für eine Großansiedlung zu entwickeln. Entlang eines ca. 3 km langen Abschnitts der Bundesstraße wurden dabei 12 Potenzialflächen mit einem Gesamtumfang von 232 ha untersucht. Die vorliegende Machbarkeitsstudie zum „Interkommunalen Gewerbegebiet Feistenberg“ kommt zu dem Ergebnis, dass auf der Achse Dresden-Prag durch den verkehrlich optimal angebundenen Standort ein bedarfsgerechtes Gewerbe- und Industrieflächenangebot im Raum Pirna geschaffen werden kann. Der konzipierte Vorsorgestandort für großflächige Unternehmensansiedlungen birgt das Potenzial, im Großraum Dresden ein bedeutender Industriestandort zu werden, von dem aus wesentliche Entwicklungsimpulse für die gesamte Region ausgehen.

Die Studie prüfte jede Teilfläche hinsichtlich ihrer Eignung und der Konflikte zu öffentlichen Belangen. Im Ergebnis wurden einige Teilflächen festgestellt, die nur sehr schwierig zu entwickeln sind. Diese finden nun keine weitere planerische Aufmerksamkeit. Grundsätzlich wurde vor allem die verkehrliche Erschließung als sehr günstig eingeschätzt. Ebenso berücksichtigt die Studie die geplante Bahn-Neubaustrecke Dresden-Prag. Eine differenzierte Aussage ist erst nach konkreten Planungen der transnationalen Bahntrasse möglich. Im Bereich der Fauna-Flora-Habitate bescheinigt die Studie für die relevanten Gebiete ein geringes Konfliktpotential bei Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen. Im Bereich der Landschaftsschutzgebiete sind Ausgliederungen und vereinzelt Kompensationsmaßnahmen erforderlich. Auch die sensiblen Bereiche des Barockgartens Großsedlitz wurden untersucht. Verschiedene Möglichkeiten sollen dafür sorgen, dass sämtlichen Sichtachsen unverstellt erhalten bleiben. Durch die ausgezeichnete Lage am Standort Feistenberg ist das zukünftige Gebiet eine perfekte Ergänzung für weitere Planungen im Großraum Dresden. Die Herausforderungen im Bereich der Topografie und des Reliefs werden durch bauliche Maßnahmen als beherrschbar eingeschätzt. Im Bereich der Niederschlagswasserbehandlung kommt die Studie zu dem Schluss, dass in allen Teilflächen geringe Versickerungsmöglichkeiten bestehen, diese jedoch mit umfangreiche baulichen Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung kompensiert werden können. Die Erschließung des künftigen Gebietes soll über die B172a durch neue Abfahrten für beide Fahrtrichtungen erfolgen.

Der künftige „IndustriePark Oberelbe“ sieht für regionales und überregionales Gewerbe rund 90 ha Bruttofläche vor. Der gut geschnittene Vorsorgestandort von 50 ha ist verkehrlich sehr gut anzubinden. Zudem können weitere 20 ha als Reserveflächen benannt werden. Damit könnten insgesamt Ansiedlungsmöglichkeiten auf 160 ha entstehen. Die Studie empfiehlt die vordringliche Realisierung für die 90 ha Bruttoflächen für kleinteiligere Industrie- und Gewerbebetriebe, die Ansiedlungsstrukturen in der Größenordnung von 1-10 ha benötigen. Die Erschließung des Vorsorgestandortes wird damit vorbereitet und er kann zügig entwickelt werden, sobald ein geeigneter Großbetrieb zur Ansiedlung bereit steht.

Die Grobkosten für die Realisierung des 1. Abschnittes werden auf rund 61 Mio. Euro geschätzt.

Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke äußerte: „Wir spüren den wirtschaftlichen Aufwind unserer Region schon seit geraumer Zeit. Unsere Städte haben allesamt langjährige Traditionen als Industriestandorte. Daran wollen wir auf moderne, zeitgemäße Weise anknüpfen und im Umfeld des Forschungsstandorts Dresden einen international wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort etablieren.“ Jürgen Opitz, Bürgermeister in Heidenau unterstrich: „Diese gemeinsame Anstrengungen zeigt, dass unsere Städte bereit sind, sich der neuen globalen Entwicklung zu stellen. Wir wollen die Attraktivität der Region Dresden erhöhen und zum Anziehungspunkt besonders für junge Unternehmer, Ingenieure und Facharbeiter werden. Dazu ist es notwendig, Angebote für wirtschaftliche Betätigung und unternehmerische Entfaltung zu entwickeln.“ Dohnas Bürgermeister Dr. Ralf Müller bekräftigt: „All das ist möglich, weil wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Wenn wir über Stadtgrenzen hinweg in Einigkeit dieses Vorhaben voranbringen, bauen wir auf dem schon Erreichten auf und können in den nächsten Jahren ein solides wirtschaftliches Fundament für Dynamik und Wohlstand einer ganzen Region legen.“

Die politischen Gremien der Städte Dohna, Heidenau und Pirna wurden bereits über die Machbarkeitsstudie informiert. In den kommenden Tagen werden in den einzelnen Ratssitzungen die Grundsätze diskutiert. Eine Beschlussfassung ist für die jeweiligen Sitzungen vor der Sommerpause vorgesehen. Dabei werden die Stadträte über eine sogenannte Kooperationsvereinbarung diskutieren und beschließen, die in der Folge eine vertiefende Planung ermöglicht. Gleichzeitig soll dann ein Fördermittelantrag für ein solches Realisierungskonzept erarbeitet und beim Freistaat Sachsen eingereicht werden. In diesem Konzept sollen auch intensive Untersuchungen zum Lärmschutz für das nähere Umfeld vertieft werden. Koordiniert wird das gesamte Projekt durch die Pirnaer Stadtentwicklungsgesellschaft. Die planerische Arbeit der letzten Monate hat das Büro Kasparetz-Kuhlmann geleistet. Große Unterstützung erfahren die Gemeinden durch den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Autor: Thomas Gockel, Leiter Öffentlichkeitsarbeit

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Pressesprecher
Thomas Gockel

Am Markt 1/2
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