Startschuss für langfristige Infrastrukturmaßnahme in Pirnas Innenstadt – Stadtwerke modernisieren Versorgungsnetz an der Grohmannstraße
Im Rahmen der Bautätigkeit werden Leitungen und Anlagen im Trinkwasser-, Abwasser- und Gasnetz erneuert sowie die Fernwärmeanschlüsse für das Hotel „Schwarzer Adler“ vorbereitet. Um die Beeinträchtigungen für Verkehr, Anwohner und Gewerbetreibende so gering wie möglich zu halten, erfolgt die Umsetzung in mehreren kleineren Bauabschnitten. Für jeden Abschnitt werden gesonderte Verkehrsführungen und Umleitungen eingerichtet. Die Zufahrt zur Innenstadt bleibt dabei gewährleistet, sodass die Erreichbarkeit der Geschäfte sichergestellt ist. Insbesondere zu publikumsstarken Veranstaltungen wie Osterzauber, Stadtfest und Herbstzauber sollen Einschränkungen auf ein Minimum reduziert werden.
Bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes 2026, Ende November, sollen die Arbeiten im öffentlichen Straßenraum abgeschlossen sein. Nach der Winterpause werden ab Ende Januar 2027 die Bauarbeiten an den Hausanschlusskanälen im Bereich des Grünrings fortgeführt.
Baubeginn im Januar
Bei günstigen Wetterbedingungen startet der erste Bauabschnitt ab dem 14. Januar 2026. In diesem Zeitraum wird die Grohmannstraße zwischen Jacobäerstraße und Klosterstraße voll gesperrt. Die Arbeiten beginnen mit Sondierungen zur Feststellung der Kampfmittelfreiheit im Baufeld. An diese schließen sich die Kanalbauarbeiten an. Eine Umleitung für den Anliegerverkehr wird über die Gartenstraße und die Klosterstraße eingerichtet. Der Verkehr nach Copitz und in die Altstadt wird über die Bahnhofstraße umgeleitet.
Ab Februar schließt sich der Gasleitungsbau im Abschnitt zwischen Klosterstraße und „Altem Bahnhof“ an. Der „Alte Bahnhof“ ist in dieser Bauphase nur aus Richtung Brückenstraße / Am Zwinger erreichbar und wird über eine Ampelanlage geregelt. Weitere Details zu den einzelnen Bauabschnitten werden jeweils rechtzeitig vor Baubeginn bekannt gegeben.
Gründe für die Baumaßnahme
Der bestehende Mischwasserkanal in der Grohmannstraße wurde bereits in den 1870er Jahren aus Sandsteinmauerwerk im damaligen Stadtgraben errichtet, der heute Teil des Grünrings zwischen Oberer Burgstraße und Klosterhof ist. Der Kanal in alter rechteckiger Bauweise ist hydraulisch überlastet und weist erhebliche bauliche Mängel auf, darunter undichte Fugen, Versätze durch verschobene oder einragende Sandsteine sowie Schäden durch überwachsenen Baumbestand.
Der neue Kanal wird aus Stahlbeton gefertigt und aufgrund der denkmalschutzrechtlichen und archäologischen Bedeutung der Grünanlage in den Straßenraum verlegt. Durch seinen eiförmigen Querschnitt gewährleistet er eine effiziente Entwässerung bei stark schwankenden Abwassermengen.
Auch die übrigen Versorgungsleitungen haben das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Die bestehende Trinkwasserleitung aus Stahl stammt aus dem Jahr 1917 und ist stark rohrbruchgefährdet. Eine Havarie Ende 2024 hatte bereits zu einer ungeplanten Baustelle und Verkehrsbehinderungen geführt. Die Gasleitung, Baujahr 1961, zeigt ebenfalls deutliche Alterungserscheinungen. Zur langfristigen Sicherstellung einer zuverlässigen Versorgung ist die Erneuerung dieser Leitungen zwingend erforderlich.
Die Stadtwerke Pirna bitten alle Anwohner, Gewerbetreibenden und Verkehrsteilnehmer bereits im Vorfeld um Verständnis für die mit der Baumaßnahme verbundenen Einschränkungen. Detaillierte Informationen zu Bauabläufen und Verkehrsführungen werden abschnittsweise veröffentlicht.
Für Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Pirna unter der kostenlosen Servicenummer 0800 5891403 gern zur Verfügung