Planfeststellung für das Vorhaben "Kies Pirnaer Elbebogen" erlassen – Austausch für mehr Sicherheit und Bürgernähe startet im August
Da im Großraum Dresden weiterhin eine Nachfrage nach Kies besteht, wird seit 2006 im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens "Kies Pirnaer Elbebogen" der Aufschluss eines neuen Tagebaus bei Söbrigen (Dresden) vorbereitet. Der dort gewonnene Kies soll über eine Landbahntrasse zum bestehenden Kieswerk Borsberg an der Kiesstraße in Pratzschwitz transportiert und aufbereitet werden.
Das Sächsische Oberbergamt gab nunmehr bekannt, dass es am 17. August 2026 den Planfeststellungsbeschluss zum Vorhaben erlassen hat und das Vorhaben mit Auflagen genehmigt wurde.
Der Planfeststellungsbeschluss, die planfestgestellten Unterlagen sowie eine Ausfertigung des Rahmenbetriebsplanes sind im Zeitraum vom 27. August 2026 bis einschließlich 9. September 2026 im Beteiligungsportal Sachsen online unter https://mitdenken.sachsen.de/1067654 einsehbar.
Gegen diesen Planfeststellungsbeschluss kann innerhalb eines Monats nach Zustellung schriftlich Klage beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht, Ortenburg 9, 02625 Bautzen erhoben werden. Die Klage kann bei dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht auch elektronisch über das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP – http://www.egvp.de) erhoben werden.
Sowohl die Stadt Pirna als auch die damals noch selbständige Gemeinde Birkwitz-Pratzschwitz hatten gegen einen früheren Planfeststellungsbeschluss zum Tagebau Söbrigen Klage erhoben. Hintergrund waren immissionsschutzrechtliche und ökologische Bedenken im Zusammenhang mit dem geplanten Verlauf der Landbahntrasse vom Tagebau zum Kieswerk in Pratzschwitz. Das Klageverfahren wurde 2003 ruhend gestellt, da die Frage der Landbahntrasse im Planfeststellungsverfahren zum Vorhaben „Kies Pirnaer Elbebogen“ mitbehandelt werden sollte. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wird die Stadtverwaltung die zeitnahe Rücknahme der Klage prüfen.