Projektfortschritt beim Breitbandausbau

Die Stadt Pirna bringt den Breitbandausbau bereits seit 2015 voran. Dies ist aus Kostengründen jedoch nur mit Fördermitteln möglich. Die Beantragung und Erlangung dieser Mittel unterlag Rahmenbedingungen, die vom Bund und vom Land Sachsen festgelegt wurden.

Grundvoraussetzung war die Erarbeitung einer Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse mit der Festlegung von unterversorgten Gebieten. Für das gesamte Stadtgebiet wurden 886 Haushalte, 108 Gewerbebetriebe, 2 Krankenhäuser und 23 Schulen mit einer Internetverbindung unter 30 Mbit/s als unterversorgt ermittelt. Diese Adressen werden als „weiße Flecken“ bezeichnet und sind in der Karte dargestellt.

Die Stadt Pirna hat im Laufe des Jahres 2019 das notwendige europaweite Ausschreibungsverfahren durchgeführt.

In dem Verfahren zur Vergabe des Auftrages „Errichtung und Betrieb eines NGA-Breitbandnetzes“ wurde am 30.03.2020 der Zuschlag an die Vodafone GmbH erteilt. Parallel dazu hat die Verwaltung den Antrag auf Erteilung des Bescheides über eine Zuwendung in abschließender Höhe beim Projektträger ateneKOM eingereicht und mit Datum 24.08.2020 bewilligt bekommen. Damit übernimmt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 60 % der Gesamtkosten. Weitere 30 % der Kosten werden mit Steuermitteln des Freistaates Sachsen auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mitfinanziert.

Am 01.09.2020 gab es auf dem Gelände der Grundschule Neundorf den ersten Spatenstich als symbolischen Baustart und Einleitung der Vorvermarktungsphase der Vodafone GmbH. Ob die eigene Adresse als unterversorgt gilt und vom Ausbau profitiert lässt sich auf der Internetseite von Vodafone ganz leicht prüfen.

Parallel zu den vorbereitenden Maßnahmen erhielt die Große Kreisstadt Pirna einen endgültigen Förderbescheid in Höhe von rund 4,3 Mio. € vom Bund. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Gesamtmaßnahmen mit bereits bewilligten Mitteln in Höhe von 2,1 Mio. €.

Im Folgenden war es notwendig, einen Aufstockungsantrag beim Bund zu stellen, welcher im Juni 2021 positiv beschieden wurde. Der Großen Kreisstadt Pirna wurde die bereits bewilligte Zuwendung von rund 4,3 Mio. € auf nun rund 5 Mio. € aufgestockt. Die notwendige Erhöhung der Kofinanzierung zur Unterstützung der Gesamtmaßnahme wurde durch den Freistaat Sachsen bewilligt.

Glasfaser-Ausbau schreitet voran – Baustart erfolgt

Nachdem die Vermarktung im gesamten Stadtgebiet und die Planungen rechts der Elbe abgeschlossen sind, haben die eigentlichen Tiefbauarbeiten begonnen.

Für Pirna wurde nun eine optimale Trassenplanung auch unter Nutzung teilweise vorhandener Infrastruktur (z.B. Rohrsysteme der Stadtwerke Pirna) erstellt. Im Süden der Stadt Pirna können an einigen Standorten somit lärmintensive Baumaßnahmen umgangen werden. Im September 2021 startete der Glasfaser-Ausbau in die sichtbare Phase. Nördlich der Elbe wurde im Ortsteil Graupa mit der Glasfasermontage begonnen. Die Baufirmen graben sich dann in Richtung Süden weiter, um das neue Netz fertig zu installieren.

Leider ist schon heute erkennbar, dass die Tiefbauarbeiten länger als ursprünglich geplant andauern werden. Aufgrund des derzeitigen Materialmangels und der vielen Projektgebiete im gesamten Bundesgebiet hat sich der geplante Baustart ungewollt verschoben. Die Stadt Pirna war gezwungen beim Projektträger einen Verlängerungsantrag der Fördermittel zu stellen.

Die Fertigstellung des Projektes mit der Vodafone GmbH ist für Ende 2022 vorgesehen.

Stand: Oktober 2021

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