Neue Abwasserpreise in Pirna ab Januar 2027
Zum 1. Januar 2027 passen die Stadtwerke Pirna (SWP) einen Teil der Abwasserentgelte an. Betroffen sind die Grundpreise der Schmutzwasserentsorgung, die Entsorgung von Regenwasser, Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen und Fäkalwasser aus abflusslosen Gruben. Der Arbeitspreis für die Schmutzwasserentsorgung bleibt unverändert. Auch die Trinkwasserpreise werden nicht erhöht. Grundlage der Anpassungen ist die Entgeltkalkulation für die Jahre 2027 und 2028.
Deutlich gestiegene Kosten in der Abwasserentsorgung
Die Abwasserentsorgung ist mit erheblichen technischen und finanziellen Aufwendungen verbunden. Ein wesentlicher Kostenfaktor sind die gestiegenen Entgelte für die Behandlung des Pirnaer Abwassers durch die Stadtentwässerung Dresden GmbH. Das in Pirna gesammelte Abwasser wird im Klärwerk Dresden-Kaditz aufwendig gereinigt.
Darüber hinaus steigen die Kosten für den Betrieb, die Wartung und die Erneuerung der Kanalnetze. Insbesondere die Preissteigerungen in der Bau- und Tiefbaubranche wirken sich auf notwendige Instandhaltungs- und Baumaßnahmen aus. Hinzu kommen höhere Personal- und Betriebskosten sowie zusätzliche Aufwendungen für die IT-Sicherheit und den Schutz sensibler Kundendaten. Auch die gesetzlichen Anforderungen an den Betrieb der kritischen Infrastruktur müssen erfüllt werden. Zudem muss das Kostendefizit aus der vorangegangenen Kalkulationsperiode ausgeglichen werden. Alle diese Faktoren fließen in die Kalkulation ein und machen die Anpassung einzelner Abwasserentgelte erforderlich.
Die neuen Abwasserentgelte im Überblick
Ab dem 1. Januar 2027 wird der monatliche Abwassergrundpreis erhöht. Dieser steigt um 5,00 € (netto) bzw. 5,95 € (brutto) für die kleinste Zählergröße Qn 2,5 und entsprechend proportional für die weiteren Zählergrößen. Die Arbeitspreise entwickeln sich wie folgt:
· Schmutzwasserentsorgung bleibt unverändert bei 4,34 €/m³ (brutto),
· Regenwasserentsorgung von 1,07 €/m² auf 1,23 €/m² (brutto),
· Fäkalschlammentsorgung von 64,56 €/m³ auf 82,19 €/m³ (brutto)
· Fäkalwasserentsorgung von 35,01 €/m³ auf 41,86 €/m³ (brutto).
Die tatsächliche Mehrbelastung hängt von der jeweiligen Entsorgungsleistung ab. Beim Regenwasser ist beispielsweise die gebührenrelevante Fläche entscheidend, bei der Schmutzwasserentsorgung die Größe des verbauten Trinkwasserzählers und die abgerechnete Abwassermenge.
Trinkwasserpreise bleiben unverändert
Auch für die Trinkwasserversorgung haben die Stadtwerke Pirna die Entgelte für die neue Kalkulationsperiode überprüft. Das Ergebnis: Zum 1. Januar 2027 bleiben die Trinkwasserpreise stabil. Ausschlaggebend dafür sind unter anderem Rückerstattungen für den Trinkwasserbezug in vorangegangen Kalkulationsperioden.
Die Sicherstellung einer zuverlässigen Versorgung mit Trinkwasser in hoher Qualität bleibt eine zentrale Aufgabe der Stadtwerke. Dafür sind ein leistungsfähiges Leitungsnetz, regelmäßige Wartung und die Einhaltung hoher hygienischer Anforderungen unerlässlich.
Entgelte nach festen Regeln kalkuliert
Die Stadtwerke Pirna kalkulieren die Trinkwasser- und Abwasserentgelte jeweils für einen Zeitraum von zwei Jahren. Die aktuelle Kalkulationsperiode endet am 31. Dezember 2026. Die neue Kalkulation für 2027 und 2028 wurde auf Grundlage der geprüften Jahresabschlüsse durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellt. Dabei werden die Kosten und Erlöse der vergangenen Periode ebenso berücksichtigt wie die voraussichtlichen Aufwendungen im neuen Kalkulationszeitraum.
„Wir wissen, dass steigende Entgelte für viele Menschen eine zusätzliche Belastung bedeuten. Deshalb ist es uns wichtig, offen darzulegen, wie sich die Kosten entwickeln und warum Anpassungen notwendig werden. Wir arbeiten daran, die Versorgung und Entsorgung zuverlässig sicherzustellen und die dafür erforderlichen Aufwendungen so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten“, erklärt Peter Kochan, Geschäftsführer der Stadtwerke Pirna.
Die vollständigen Entgelte und weitere Informationen sind den neuen Preisblättern der Stadtwerke Pirna zu entnehmen.
