Pirnas Stadtgrünkonzept

Auch in Pirna werden sich die Temperaturen in den Sommermonaten im Zuge des Klimawandels deutlich erhöhen. Daher werden kühle begrünte Erholungsräume immer wichtiger für das Stadtklima und das Wohlbefinden.

Zunächst gilt es, dass Stadtgrün standortgerecht umzugestalten – mit Pflanzen, die Trockenheit, Wassermangel und hohe Sonneneinstrahlung gut vertragen. Danach soll eine Strategie entwickelt werden, um das Stadtgrün durch Neupflanzungen auszudehnen und zu vernetzen. Insgesamt soll somit mehr Grünfläche geschaffen werden. Auch die Bepflanzung von Fassaden und Dächern rückt dabei ins Sichtfeld.

Integrieren möchte die Stadt außerdem offene Wasserflächen, Trinkbrunnen u.ä. Diese Maßnahmen wirken Hitzeinseln entgegen und stellen zusätzliche Kaltluftschneisen her. Mehrere neue Blühwiesen und Blühstreifen sollen Insekten zukünftig eine Heimat geben.

Umfrage zur Stadtgrünkonzeption und Klimaanpassungsstrategie

Bis Oktober 2022 soll nun ein Stadtgrünkonzept erarbeiten werden. In diesem Zusammenhang ist auch die Mitwirkung der Pirnaer gewünscht und gefragt. Mit der Teilnahme können sie die Stadt aktiv mitgestalten, denn die Ergebnisse dienen als Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung des Pirnaer Stadtgrüns.

Die Beantwortung der Fragen wird nicht länger als 15 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Die Umfrage läuft bis zum 31. Dezember 2021.

Bürgerbeteiligung
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Wie empfinden die Pirnaer die sommerlichen Hitze? Welche Hinweise und Wünsche zur Ausgestaltung von städtischen Grün- und Parkanlagen sollen in das Konzept einfließen?
Umfrage zum Stadtgrünkonzept

Weitere Projekte im Rahmen der Klimaanpassungsstrategie

Eine Projektskizze der Sandsteinstadt, die Anpassungsstrategien an diese Risiken entwirft, wurde im Juli 2021 als eine von 700 eingereichten Skizzen vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) unter dem Förderprogramm-Titel „Nachhaltig aus der Krise“ zur Förderung ausgewählt.

Während der Klimaschutzmanager der Stadt Pirna und die externen Projektparther Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThINK) und Prugger Landschaftsarchitekten bis Oktober 2022 eine integrierte Klimaanpassungsstrategie erarbeiten, setzt die Stadt parallel zwei Modellprojekte um:

Stadtgärten auf der Breiten Straße

Das Projekt entstammt einem erfolgreichen Wettbewerbsbeitrag bei „Ab in die Mitte“ aus dem Jahr 2013. Der Schwerpunkt dieses Teilprojektes liegt in der klimaangepassten Ausweitung und Vernetzung bestehender Grünanlagen (Friedenspark, Wallanlagen). Dadurch entstehen mehr Schattenflächen zur Abkühlung und zusätzlicher Lebensraum für Insekten. Die Straßengärten werden aus einem Pool von verschiedenen Modulen, u.a. Stauden, Blühstreifen, Sitzgelegenheiten, Spielpunkte, Hochbeete, Baumpflanzungen, Installation eines Trinkbrunnens, flexibel zusammengefügt.

Pflanzung einer Allee

Entlang der Straßen „Am Ehrenhain“ und „Robert-Muth-Straße“ wird auf einer Länge von 580 m beidseitig sowie auf weiteren 175 m einseitig (wegen Bebauung) eine Allee mit etwa 110 Wildobstgehölzen angelegt werden. Die vorrangig als Fuß- und Radweg genutzte Straße zwischen den Stadtteilen Copitz und Mockethal bzw. dem Burglehnpfad führt entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen. Die Ausschreibung und Pflanzung soll im Frühjahr 2022 erfolgen.

Weiterführende Informationen können auch der Projektvorstellung: "Klimaanpassungsstrategie und Umsetzung von Modellprojekten" in der Stadtratssitzung entnommen werden.

Weitere Informationen und Projekte

Grünanlagen & Parks

Klimaschutz

Zwei Hände halten Pflänzlein als Sinnbild für Klimaschutz in Pirna

Gewässer

Mädelgraben

Energie & Umwelt

Baumkronen durch die Sonne scheint
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