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Energie & Umwelt Stadt

Photovoltaikausbau auf kommunalen Gebäuden in Pirna schreitet voran — Hauptfeuerwache nimmt neue Solaranlage in Betrieb

Die Stadt Pirna setzt ihren Weg in Richtung nachhaltiger Energieversorgung konsequent fort: Aktuell wird die neue Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach der Hauptfeuerwache in Betrieb genommen.

Mit einer Leistung von 29,8 kWp ist die Größe der Anlage auf den Strombedarf des Gebäudes abgestimmt. Rund 45 Prozent des erzeugten Stroms werden künftig direkt vor Ort genutzt, der überschüssige Anteil wird ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Dadurch reduziert sich der externe Strombezug der Feuerwache um etwa 40 Prozent.

Die neue Anlage ist bereits die vierte Anlage auf kommunalen Gebäuden, die im erfolgreichen Pachtmodell gemeinsam mit den Stadtwerken Pirna realisiert wurde. Die Stadtwerke übernehmen dabei die Investition und Errichtung der Anlagen, während die Stadt Pirna diese über einen Zeitraum von 20 Jahren pachtet. Als Betreiberin kann die Stadt den erzeugten Strom selbst nutzen und von der Einspeisevergütung profitieren. 

Bereits 2023 wurde die bislang größte Anlage (99 kWp) auf der Sporthalle Seminarstraße errichtet. Im Jahr 2024 folgten die Kindertagesstätte „Schatzfinder am Kiessee“ (29 kWp) und die Oberschule „Carl Friedrich Gauß“ (75 kWp). In den kommenden Wochen startet der Bau der Anlage auf der Kindertagesstätte „Regenbogen“ (29 kWp), und am „Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium“ wird noch in diesem Jahr eine weitere Installation umgesetzt. Weitere Maßnahmen sind für das Jahr 2026 vorgesehen.

Eine Besonderheit stellt die 2025 errichtete Anlage auf der Grundschule „Am Friedenspark“ dar: Sie wurde ohne Pachtmodell vollständig von der Stadt finanziert und ist die erste mit integriertem Stromspeicher. Ziel ist hier, den erzeugten Strom möglichst vollständig im Gebäude zu verbrauchen.

Bei allen kommunalen Neubauvorhaben – darunter der Turnraum Neundorf, dem Bauhof der Stadt und der Grundschule Sonnenstein – werden Photovoltaikanlagen von Beginn an mitgeplant und integriert.

Neben den neuen Vorhaben existieren auch ältere Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden, deren Dächer vermietet wurden und von Dritten zur Volleinspeisung betrieben werden. Dazu zählen die Kindertagesstätten „Naseweis“ und „Unter den Linden“ sowie die „F.-A.-W.-Diesterweg-Grundschule“ mitsamt ihrer Sporthalle.

„Die Nutzung der eigenen Dachflächen für die Erzeugung von grünem Strom ist ein wichtiger Beitrag für die Energiewende, spart mittelfristig Betriebskosten und entlastet den kommunalen Haushalt. Daher sind wir als Stadt gemeinsam mit unseren Stadtwerken auf dem Weg die Flächen kommunaler Gebäude zu nutzen. Bei Neubauten denken wir das von Beginn an mit, bei Bestandsbauten rüsten wir Stück für Stück nach. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage auf der Hauptfeuerwache ist ein weiterer Schritt auf diesem richtigen Weg.“, so Bürgermeister Markus Dreßler.