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Prager Kunsthistoriker spricht in Pirna zur Tafelmalerei in Nordwestböhmen

Die Entwicklung der Tafelmalerei in Nordwestböhmen vom späten 14. Jahrhundert bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts ist Gegenstand einer hochkarätig besetzten Veranstaltung am 31. März um 19 Uhr im Gotischen Saal der StadtBibliothek Pirna.

Der Vortrag von Prof. Dr. Jan Royt von der Karls-Universität Prag befasst sich u.a. mit dem Meister des Wittingau-Altars, dem Meister des Leitmeritzer-Altars oder dem Meister IW. In Anlehnung an das Antependium aus Pirna werden zu Beginn der Ausführungen bedeutende Denkmäler der gotischen Malerei in Raudnitz an der Elbe vorgestellt. Der Vortrag im Rahmenprogramm zur Sonderausstellung „Madonna auf Wanderschaft“ wird durch eine reichhaltige Bilddokumentation begleitet.

Die Sonderschau im StadtMuseum Pirna erzählt die Geschichte eines spätgotischen Marienaltars, der im Zuge der Kirchenreformation aus dem Pirnaer Dominikanerklosters entfernt wurde und auf eine einzigartige Wanderschaft ging. Im Mittelpunkt der von tschechischen Historikern um Mgr. Jan Kvapil erarbeiteten Ausstellung auf der Galerie-Etage steht eine großformatige Nachbildung der sogenannten „Fürstenauer Madonna“. Künstlerische Elemente beschreiben die einzelnen Stationen ihrer Wanderschaft, in Vitrinen sind archäologische Funde aus Vorderzinnwald zu sehen. An jeder Station werden die Gäste mit Ereignissen, Sagen und historischen Persönlichkeiten bekannt gemacht, welche die engen Verbindungen zwischen Böhmen und Sachsen aufzeigen.