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Ostern 2026 in Pirna: Museen locken mit drei Sonderausstellungen

Pünktlich vor Ostern sind die neue Sonderschau „Jochen Fiedler – Maler in der Sächsischen Schweiz“ und die Dauerausstellung im StadtMuseum Pirna wieder zugänglich. Auch die Sonderausstellung „Madonna auf Wanderschaft“ auf der Galerie-Etage des Museums sowie die Sonderschau „Tabu Wagner? Jüdische Perspektiven“ im Jagdschloss Graupa laden zum musealen Osterspaziergang ein.

Unter dem Titel „Jochen Fiedler – Maler in der Sächsischen Schweiz“ sind ausgewählte Werke des Cunnersdorfer Künstlers wieder zu besichtigen. Die aktuelle Sonderausstellung im StadtMuseum Pirna zeigt Pastelle und Ölgemälde aus den letzten fünf Jahren. Es sind Landschaften mit ihren Dörfern und kleinen Städten sowie Stillleben – immer wieder neu erlebt, gesehen und auf Papier und Leinwand gebracht. Interessierte können sich zu zwei Ausflügen ins Atelier von Jochen Fiedler anmelden.  

Im Mittelpunkt der Sonderschau „Madonna auf Wanderschaft“ auf der Galerie-Etage des Museums steht die großformatige Nachbildung eines spätgotischen Marienaltars, der im Zuge der Kirchenreformation aus dem Pirnaer Dominikanerkloster entfernt wurde und auf eine einzigartige Wanderschaft ging. Künstlerische Elemente beschreiben deren einzelne Stationen, in Vitrinen sind archäologische Funde aus Vorderzinnwald zu sehen. An jeder Station werden die Gäste mit Ereignissen, Sagen und historischen Persönlichkeiten bekannt gemacht, welche die engen Verbindungen zwischen Böhmen und Sachsen aufzeigen. 

Nach ihrem großen Erfolg im Richard Wagner Museum Luzern ist die deutsch-schweizerische Sonderausstellung „Tabu Wagner? Jüdische Perspektiven“ bis zum 17. Januar 2027 in den Richard-Wagner-Stätten Graupa zu sehen. Aus konsequent jüdischer Perspektive fällt der Blick auf Person und Werk von Richard Wagner. Die Ausstellung will keine Antworten geben, sondern zum Dialog und zu einer sachlichen Debatte um das „Tabu Wagner“ anregen. Jüdische Positionen aus fast 200 Jahren werden sichtbar gemacht – und dabei die Vielschichtigkeit des ambivalenten Themas aufgezeigt. Neben der temporären Sonderschau lädt die Dauerausstellung „Wagner in Sachsen“ im Jagdschloss Graupa zum interaktiven Erlebnis mit virtuellem Orchestergraben, Hörstationen und Holographietheater rund um Wagners Opern ein. Die multimediale Schau bietet neben einem Quiz zudem eine spezielle Ausstellungsebene auf Kinderhöhe, die zum Entdecken und Erforschen einlädt.