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Lesegespräch am Samstagnachmittag: Ein Insider erzählt von Erwin Strittmatter

Carsten Krankemann bringt die ostdeutsche Literatur-Legende nahe. Ziel ist, Texte aufleben zu lassen und neues Interesse zu schüren.

Mit Büchern wie „Tinko“, „Pony Pedro“, „Ole Bienkopp“ oder „Der Laden“ zog Erwin Strittmatter (1912-1994) gleich mehrere Generationen von Ostdeutschen in seinen Bann. Jetzt widmet ihm die StadtBibliothek Pirna ein eigenes Lesegespräch mit Carsten Krankemann am 31. Januar. 

Als enger Vertrauter der Strittmatter-Familie erinnert er an den großen Schriftsteller des Ostens, liest aus dessen Texten und berichtet aus dem inneren Zirkel der Literaten-Familie, zu dem auch Strittmatters Frau zählte. Eva Strittmatter (1930-2011) widmete die Bibo 2025 bereits eine Lesung mit ihrer Biografin Dr. Irmtraud Gutschke. Dem Romancier der DDR ist nun der Samstagnachmittag vorbehalten. „Ein Strittmatter kommt selten allein“, nicht zuletzt deshalb hat Krankemann die Veranstaltung so augenzwinkernd tituliert. 

Als Leser und Bewunderer der ostdeutschen Schriftsteller-Legende spürt Carsten Krankemann der Tiefe, dem Humor und der Widersprüchlichkeit nach, die Strittmatters Schreiben so einzigartig machen. Der Chemnitzer ist seit 2010 Mitglied im Erwin-Strittmatter-Verein und verbunden mit Dr. Knut Strittmatter, dem ältesten der noch lebenden Strittmatter-Söhne.

Das Publikum begegnet Strittmatters Texten neu – mit Stimme, Herz und Resonanz sowie mit einem ganz persönlichen Unterton. Die Gäste erwartet eine Veranstaltung zwischen Lausitz und Lebensfragen – getragen von der Sprache, die bleibt. Kurzum: Ein Abend voller literarischer Tiefe, persönlicher Einblicke und, möglicherweise, überraschender Aktualität.

Bibliotheksleiterin Anja Habelt schwärmt: „Erwin Strittmatter war ein Chronist seiner Zeit und des ländlichen Lebens, ein Sprachkünstler mit Gespür für das Kleine und das Wesentliche. Seine Texte und Sentenzen vor dem Vergessen zu bewahren, damit das Leben heute zu bereichern und Wissen weiterzugeben, ist das Anliegen Carsten Krankemanns und der StadtBibliothek Pirna gleichermaßen.“