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Stadtmuseum Pirna

Stadtmuseum Pirna - Galerie

Das im Areal des vormaligen Dominikanerklosters gelegene Stadtmuseum ist eines der ältesten im Freistaat Sachsen und wurde bereits 1861 durch den Städtischen Gewerbeverein gegründet. Ab 1878 entstanden auch beim Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz museale Sammlungen zu Natur- und Volkskunde sowie zur Heimatgeschichte. Beide Bestände wurden später vereinigt, die Ausstellungen befinden sich seit 1923 im Kapitelsaalgebäude des Klosters.

Nach einer langen baulichen Instandsetzung ist das Stadtmuseum 1993 wiedereröffnet worden. Die neuen Ausstellungen sind dem Elbsandstein und der Stadtgeschichte gewidmet. Zusätzlich wurde ein Gebäuderest, der teilweise aus der Klosterzeit stammt, zum Eingangsgebäude des Museums ausgebaut. Die architektonische Lösung mit altem Mauerwerk und modernen Einrichtungen erhielt bei einem Wettbewerb den Preis des Bundesbauministeriums.

Hier zu allen Veranstaltungen des Stadtmuseums.

Aktuelles

05.04.2017, Quelle: Stadt, Kategorie: Kultur/Freizeit

Inspirierende WanderWelten – Die Schweiz(en) in Grafik, Malerei und Wagners Werk | Meisterwerke aus 200 Jahren

Die Mitglieder des 1877 gegründeten Gebirgsvereins für die sächsisch-böhmische Schweiz (seit 1890 für die Sächsische Schweiz) trugen ca. 3.000 Zeichnungen, Kupferstiche, Radierungen, Lithografien und frühe Fotografien sowie einige Gemälde zusammen.

Mit dieser Sammlung wollten sie die Sächsische und die Böhmische Schweiz sowie darüber hinaus angrenzende Landschaften in der Umgebung von Dresden, im Erzgebirge, sowie in der Oberlausitz und dem Riesengebirge abbilden. Seit 1923 präsentierte der Gebirgsverein seine Bestände in den Räumen des städtischen Museums von Pirna. Die neue Ausstellung wird im Stadtmuseum folgende Aspekte thematisieren:

Kupferstiche, frühe Landschafts- und Städtepanoramen
Die Kupferstiche von Matthäus Merian (1593–1650) und Caspar Merian (1627–1686) gehören zu Meisterwerken ihrer Gattung. Gegen den Widerstand des Metalls grub der Kupferstecher einen Grat aus der Kupferplatte, um „gestochen scharfe“ Linien zu erzielen, die dann – natürlich seitenverkehrt – abgedruckt wurden. Die Bildvorlage musste in ein schematisches Liniensystem umgesetzt werden, was eine besondere handwerkliche Kunstfertigkeit erforderte.

Der „Vater der Sächsischen Landschaftsmalerei“ Johann Alexander Thiele (1685–1752)
Mit Thiele begann die Landschaftsmalerei in Dresden als eigene Kunstgattung. Nach Jahrzehnten der Vergessenheit im 19. Jahrhundert sind seine Gemälde heute wieder sehr geschätzt. 1726 schuf er eine sechsteilige Folge von Ansichten der wichtigsten kursächsischen Schlösser und Burgen. Diese radierten Blätter sind nicht nur künstlerisch, sondern auch als kulturgeschichtliche Bildzeugnisse wertvoll, weil gerade aus dieser Zeit andere Aufnahmen dieser Gegenden fehlen. Damit steht er auch als Malerradierer in Sachsen am Beginn einer Entwicklung, die in der Ausstellung an exemplarisch veranschaulicht wird.

Bernardo Bellotto, gen. Canaletto (1722–1780) und die Malerradierung
Nachdem der venezianische Künstler eine Folge von 14 Dresden-Veduten geschaffen hatte, malte er in den Jahren von 1753 bis 1755 auch elf Ansichten von Pirna. Bis heute prägen sie die Wahrnehmung der Stadt als barockes Ensemble. Thieles wie Bellottos Radierungen nach ihren eigenen Leinwandgemälden dienten dem Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz als wertvolle historische Bildzeugnisse.

Christoph Nathe (1753–1806) Landschaften
Der oberlausitzische Landschaftsmaler Christoph Nathe reiste er mehrfach in die Sächsischen Schweiz, wo er mindestens 250 Skizzen schuf. Mit seinen Dorflandschaften trug Nathe ähnlich wie sein Zeitgenosse Johann Christian Klengel zu einem neuen Darstellungstyp innerhalb des Landschaftsfachs bei. Sachlicher Realismus in der Wiedergabe ländlicher Gegenden und Empfindsamkeit für deren ästhetische Eigenart und Stimmungswerte treffen bei ihm zusammen.

Adrian Zingg (1734–1816) Schule, Werkstatt, Umfeld
Ein Hauptaugenmerk des Gebirgsvereins lag auf Werken der Zingg-Schule. Adrian Zingg hatte sein Handwerk in Bern und in Paris gelernt, ehe er im Jahr 1766 nach Dresden kam. Hier sollte er an der Kunstakademie die moderne französische Kupferstecher-Methode einführen. Doch war es schließlich die Aberlische Manier, die sich in Sachsen mit seinem Namen verband, Umrissradierungen, die anschließend mit Pinsel in Wasserfarben fertiggestellt wurden. Diese Manier war gut lehr- und lernbar, ein Grund für ihre große Verbreitung.

Die Sächsisch-Böhmische Schweiz
Die Bastei und das Prebischtor stehen exemplarisch für die charakteristischen geologischen Felsformationen des Elbsandsteingebirges, das sich über Teile von Böhmen und Sachsen erstreckt. Es war vor allem diese Landschaft, die Künstler nach Sachsen zog. Dabei boten Felsen wie die Bastei Gelegenheit, die Landschaft aus der Kavaliersperspektive, im Um- und Überblick darzustellen. Das Prebischtor als natürlicher Felsenbogen ermöglichte hingegen den Durchblick bzw. eine natürliche Rahmung.

Gustav Täubert (1817–1913) und seine Vorarbeiten zur Lithogafie
Die Sammlung umfasst eine große Zahl von Werken Gustav Täuberts, der selbst Vereinsmitglied war. Obwohl die meisten Ansichten vielfach druckgrafisch dargestellt wurden, machte er sich wiederum auf dem Weg, um sie selbst zu zeichnen. Seine Blätter bezeugen den beginnenden Massentourismus in die Sächsisch-Böhmische Schweiz am Ende des 19. Jahrhunderts.


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Di – So 10 – 17 Uhr
feiertags 10 – 17 Uhr


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