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Weihnachtskrippen aus aller Welt

Sammlung Marita Pesenecker

Marita Pesenecker ist Leiterin des Kreismuseums in Grimma. Sie pflegt neben ihrer Arbeit seit etwa 25 Jahren auch eine private Leidenschaft – Marita Pesenecker sammelt Weihnachtskrippen. Die Unterschiedlichkeit der Gestaltung und die Vielfalt des eingesetzten Materials, bedingt durch die verschiedenen Kulturen und Temperamente der Völker, weckten ihr Interesse. Und immer ist es das eine Thema: die Geburt Christi. Überall auf der Welt leben Menschen, die an die frohe Botschaft von Weihnachten glauben, die ihrer Freude darüber sichtbaren Ausdruck geben wollen. Der Krippenbauer möchte die lange Zeitspanne und die große Entfernung, die zwischen ihm und dem Geschehen von Bethlehem liegt, überbrücken. Er holt die Geburt Christi in seine Zeit und in seine Umwelt. So tragen die Figuren die Gesichtszüge des eigenen Menschenschlages, sind also beispielsweise als Afrikaner, Indios oder Europäer gestaltet. Die Kleidung orientiert sich nicht am Wissen um die Lebensgewohnheiten der Menschen zu Zeiten Jesu, sondern es werden eigene Trachten zum Vorbild genommen. Wenn also ponchobekleidete Hirten mit dem Lama zur Krippe ziehen oder die afrikanische Maria sich über ihr schwarzes Jesuskind beugt, dann bedeutet das für den Krippenbauer: „Mir ist heute der Heiland geboren“.

Figuren zur Krippe

Hundert farbige Terrakotten von Joachim Dunkel Der gebürtige Berliner studierte nach dem Zweiten Weltkrieg an den Kunsthochschulen in Berlin-Weißensee und Berlin-Charlottenburg. Nach zahlreichen Stipendien und Preisen erhielt er 1974 seine Berufung an die Hochschule für Bildende Künste Berlin. Die Figuren zu seiner Krippe rechnete Dunkel nicht zu seinem eigentlichen Werk. Sie waren ausschließlich für den privaten Bereich bestimmt, für das Weihnachtsfest mit Familie und Freunden in der Altberliner Wohnung. Es war für ihn ein immer wiederkehrendes Spiel mit der bekannten Geschichte von der Geburt des menschgewordenen Gottessohnes, die auch ihn als Ungläubigen inspirierte. Begonnen hatte alles 1978. Ein neuer Brennofen in der Hochschule musste ausprobiert werden und so entstand der Kern der Krippe – Maria und Josef mit dem Kind im Stall, dazu Ochs und Esel. Bis 1990 kamen jährlich neue Terrakotten hinzu, Weihnachten 2000 gab es nochmals eine letzte Ergänzung. Bunt und bewegt ist die Krippe, Zeiten und Regionen sind miteinander vermischt, wodurch das Geschehen eine Unbegrenztheit erfährt. Neben den römischen Legionären tanzt Roxana, die Perle des Morgenlandes, pfeifen die Musikanten von den Bergen der Apennin und ein braunhäutiger Trommler gibt den Rhythmus vor. Seit 1987 kann der Besucher im weltlichen Getriebe vor der Krippe auch den Berliner Bären entdecken, der anlässlich der 750-Jahrfeier der Stadt hineingelangte. Ein Skeptiker und ein Dieb, der sich mit einem gestohlenen Sack von der Krippe entfernt, ergänzen das Geschehen in ungewöhnlicher Weise. Engel allerdings fehlen. Statt ihrer gibt es den jubelnden Boten. Eine sehr weltliche Krippe eben, die dank der Initiative von Frau Dr. Maria Dunkel und einigen Freunden nach dem Tod von Joachim Dunkel nun auch der Öffentlichkeit zugänglich ist.

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