Stadt

Sandsteinbrunnen auf Breiter Straße untersucht – Landesamt bestätigt Verschluss mit abhebbarer Metallabdeckung

Das Landesamt für Archäologie untersuchte und kartierte zu Beginn dieser Woche den Sandsteinbrunnen, den Bauarbeiter Anfang Juli bei Erdarbeiten vor der Anlieferungszone des künftigen Einkaufmarktes auf der Breiten Straße 8 fanden und zunächst provisorisch freilegten und sicherten.

Der Brunnen mit einem Durchmesser von ca. 80 cm stammt aus dem 17. Jahrhundert und reicht in eine Tiefe von ca. 3,50 Metern. Das Landesamt bestätigte nach Abschluss seiner Untersuchungen das durch den Bauherren SEP (Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna mbH) avisierte Vorgehen: Die SEP lässt den Brunnenring des Sandsteinbrunnens bis unter die Granitoberfläche der Anlieferungszone in Sandstein aufmauern. Ein Betonauflagering zwischen der obersten Schicht des freigelegten Brunnens und dem neuen Mauerwerk markiert historisches und neues Gestein. Verschlossen wird der Brunnen mit einer metallenen quadratischen Abdeckung aus Beton-Guss, in der ein runder Deckel eingelegt ist, der geöffnet und verriegelt werden kann. Der runde Deckel soll bald ersetzt werden durch eine ebenfalls runde Abdeckung mit dem Pirnaer Stadtwappen. Zu entsprechenden Anlässen, wie beispielsweise dem Tag des offenen Denkmals, kann der Brunnen geöffnet werden. Interessierte Bürger können den Brunnen dann als Zeitzeugnis weiterhin besichtigen. Die Arbeiten zur Umsetzung dieser Vorgehensweise schlossen sich nahtlos an die Untersuchung des Grabungstechnikers und der Einschätzung des Landesamtes an, sodass keine signifikante Zeitverzögerung im Bauablauf eingetreten ist.

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