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Verdacht der Körperverletzung mit Todesfolge in Pirna

Vorläufige Festnahme des 15-jährigen Beschuldigten durch Staatsanwaltschaft Dresden aufgehoben, Ermittlungen dauern an

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen einen 15-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge. Gegen den Beschuldigten besteht der Anfangsverdacht, am 24.09.2022 gegen 21:15 Uhr einen 20-jährigen Deutschen in Pirna in Verletzungsabsicht mit einem Messer in den Bauch gestochen zu haben. Trotz ärztlicher Reanimationsversuche erlag der Geschädigte wenig später seinen schweren Verletzungen.

Im Ergebnis der bisher geführten Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft besteht weiterhin ein Anfangsverdacht gegen den Beschuldigten, aber kein dringender Tatverdacht mehr. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kann eine Notwehrlage nicht ausgeschlossen werden.

Da ein dringender Tatverdacht gegen den Beschuldigten derzeit nicht begründet werden kann, gibt es aktuell keine rechtliche Grundlage für die Beantragung eines Haftbefehls gegen den Beschuldigten. Auch der Haftgrund der Fluchtgefahr liegt nicht vor. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat daher heute die gestern erfolgte vorläufige Festnahme des Beschuldigten unverzüglich aufgehoben und die sofortige Freilassung des Beschuldigten angeordnet.

Der Beschuldigte befindet sich wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen gegen ihn wegen eines weiterhin bestehenden Anfangsverdachts dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Bürgermeister Markus Dressler äußert sich in Vertretung des Oberbürgermeisters wie folgt:
„Wir sind schockiert, dass es zu solch einer Tat mit Todesfolge mitten in unserer Stadt gekommen ist. Unsere Gedanken sind natürlich bei den Angehörigen des Opfers. Gleichzeitig prüfen wir, ob und welche Konsequenzen zu ziehen sind. Entsprechend haben wir uns zu den aktuellen Erkenntnissen informiert und uns bereits heute Morgen im Rahmen des Präventionsnetzwerkes gemeinsam mit der Polizei ausgetauscht. Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass es sich um einen individuellen Konflikt der beiden beteiligten Personen handelt. Alkohol oder generell rivalisierende Gruppen waren demnach voraussichtlich nicht die Ursache des persönlichen Streites. Mit Blick auf die aktuellen Erkenntnisse und in Abstimmung mit der Polizei sind daher vorerst keine Maßnahmen wie z. B. dem Einrichten einer Alkoholverbotszone angezeigt. Unabhängig davon werden die Sicherheitsbehörden den betroffenen Bereich natürlich gemeinsam weiter beobachten. Die Stadtverwaltung steht im weiteren intensiven Austausch mit der Polizei und wird bei neuen Erkenntnissen oder Ermittlungsergebnissen bei Bedarf schnell reagieren.“

Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden