Mythos Schwan

Schwanengesang, Schwanenkönig, Schwanenservice, Schwanensee – der „Mythos Schwan“ ist in unserer Kultur allgegenwärtig. Die Sonderausstellung in den Richard-Wagner-Stätten Graupa erzählt die facettenreiche Kulturgeschichte des Vogels in neun thematischen Stationen. Der Schwan galt als Seelen- und Totenvogel, als Schicksalskünder, als heiliger Vogel der Musik, aber auch als Sinnbild für Majestät, Freiheit und Erotik. In den Künsten war er von jeher ein assoziationsreiches Symbol. Als ein Knotenpunkt der Schwanenmythologie erweist sich der Kosmos Richard Wagners. Betört von der Figur des Schwanenritters Lohengrin stellte Ludwig II. seine Herrschaft unter das Zeichen des Schwans. Wagner initiierte auch einen Mythos des schwarzen Schwans. Die Ausstellung deckt auf, wie sich dieser bei Ludwig II., Pjotr Tschaikowski und Wagners Sohn Siegfried zur Chiffre für sexuelles Anderssein entwickelte.

 

Die gezeigten Exponate reichen von einer steinzeitlichen Schwanenknochenflöte bis zu Marlene Dietrichs glamourösem Schwanenmantel. Flankiert werden sie von Schwanenmusiken in multimedialer Präsentation.



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