Die verstoßene Königin Adela

Liebe, Macht und Politik zwischen Sachsen und Böhmen um 1200

Vortrag von Dr. André Thieme, Dresden

 

Auch in der langen Reihe gelegentlich schwieriger meißnisch-böhmischer Eheprojekte erscheint der Fall Adelas (Adelheids) als Ungeheuerlichkeit. Nach über 20-jähriger Ehe verstieß König Ottokar von Böhmen um das Jahr 1198 nicht nur Adela selbst, die Schwester Markgraf Dietrichs von Meißen, sondern auch die gemeinsamen vier Kinder. Ottokar betrieb zügig die kirchenrechtliche Annullierung der Verbindung und erklärte damit seine langjährige Gemahlin zur Buhle und seine bisherigen Kinder als illegitim. Markgraf Dietrich ließ das nicht auf sich beruhen und kämpfte erbittert für die Ehre seiner Schwester und seiner Familie. Ein politisches Ränkespiel quer durch halb Europa und über Kaiser und Papst folgte – eine ebenso spannende wie farbige, aber weithin vergessene sächsisch-böhmische Geschichte.

 

Kapitelsaal | StadtMuseum Pirna



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