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Denkmalschutz

Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen haben diese pfleglich zu behandeln, im Rahmen des Zumutbaren denkmalgerecht zu erhalten und vor Gefährdung zu schützen.

Auskunftspflicht

Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen sind verpflichtet, Auskünfte zu erteilen, die zur Erfüllung der Aufgaben des Denkmalschutzes erforderlich sind. Die Denkmalschutzbehörden und ihre Beauftragten sind dazu berechtigt, nach vorheriger Benachrichtigung der Eigentümer und Besitzer die Grundstücke zu betreten, Kulturdenkmale zu besichtigen, wissenschaftliche Erfassungsmaßnahmen durchzuführen, insbesondere Einsicht in Archive und Sammlungen zu nehmen.

Anzeigepflicht

Eigentümer und Besitzer haben Änderungen der bisherigen Nutzung von Kulturdenkmalen, Schäden und Mängel, die an diesen auftreten und ihre Erhaltung gefährden können, unverzüglich einer Denkmalschutzbehörde anzuzeigen. Wird ein Kulturdenkmal veräußert, haben die Gemeinde oder der Freistaat Sachsen ein Vorkaufsrecht, wenn dadurch die Erhaltung eines Kulturdenkmals ermöglicht werden soll.

Steuertipps/Formulare für Denkmaleigentümer

1. wichtige Hinweise vor Beginn von Arbeiten an und im Denkmal

1.1. Voraussetzungen zur Erlangung einer Bescheinigung

Steuerliche Vergünstigungen (§§ 7i, 10f und 11b EStG)

Die untere Denkmalbehörde stellt auf Antrag eine Bescheinigung zur Erlangung steuerlicher Vergünstigungen aus. Ein entsprechendes Formblatt (siehe Punkt 2.1.) stellt Ihnen die Denkmalbehörde zur Verfügung. Damit Ihre Aufwendungen anerkannt werden können, ist in jedem Fall eine vorherige Abstimmung der Arbeiten erforderlich, die von der Denkmalbehörde schriftlich bestätigt wird. In der Regel geschieht dies im Rahmen der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung oder im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens. Bitte achten Sie darauf, dass Ihnen vor Erteilung von Aufträgen oder dem Einkauf von Materialien diese schriftliche Bestätigung der steuerlichen Abstimmung vorliegt. Ansonsten setzen Sie sich bitte unverzüglich mit der unteren Denkmalschutzbehörde in Verbindung.

Jede bauliche Maßnahme an einem Baudenkmal unterliegt nach den Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes (DSchG) einer Genehmigungspflicht. Dies bezieht sich nicht nur auf das äußere Erscheinungsbild, sondern auch auf das Gebäudeinnere. Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung ist schriftlich bei der unteren Denkmalschutzbehörde zu beantragen. Dem Antrag sind alle Unterlagen beizufügen,die zur Beurteilung des Vorhabens notwendig sind, also etwa Kostenvoranschläge und Zeichnungen. Für Maßnahmen, die einer Baugenehmigung bedürfen, erfolgt die Erteilung einer denkmalrechtlichen Erlaubnis im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens. Es empfiehlt sich, schon im Vorfeld mit der Denkmalschutzbehörde Kontakt aufzunehmen, um die Maßnahmen abzustimmen.In vielen Fällen können grundlegende Fragen bei einem gemeinsamen Ortstermin geklärt werden. Bitte beachten Sie, dass mit der Bauausführung erst begonnen werden darf, wenn Ihnen die schriftliche Genehmigung der Unteren Denkmalschutzschutzbehörde oder die Baugenehmigung vorliegen. Mündliche Absprachen dienen der Vorbereitung einer Genehmigung, können diese jedoch nicht ersetzen.

2. Bescheinigungen

2.1. Bescheinigung nach §§ 7i, 10f und 11b Einkommenssteuergesetz (EStG) im Zusammenhang mit dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz (SächsDSchG)

2.1. Formulare zur Antragstellung auf Ausstellung einer Bescheinigung

a. Infoblatt

b. Antragsformular

c. Rechnungsaufstellung

d. Vollmacht

e. Checkliste

2.2. Bescheinigung nach § 10g EStG

Steuerbegünstigung für schutzwürdige Kulturgüter, die weder zur

Einkunftserzielung noch zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden

u.a. für

  • Gebäude oder Gebäudeteile, die nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften ein Baudenkmal sind,
  • Gebäude oder Gebäudeteile, die für sich allein nicht die Voraussetzungen für ein Baudenkmal erfüllen, aber Teil einer nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften als Einheit geschützten Gebäudegruppe oder Gesamtanlage sind,
  • gärtnerische, bauliche und sonstige Anlagen, die keine Gebäude oder Gebäudeteile sind

wenn sie in einem den Verhältnissen entsprechenden Umfang der wissenschaftlichen Forschung oder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, es sei denn, dem Zugang stehen zwingende Gründe des Denkmal- oder Archivschutzes entgegen. Die Maßnahmen müssen nach Maßgabe der geltenden Bestimmungen der Denkmal- und Archivpflege erforderlich und in Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde durchgeführt worden sein; bei Aufwendungen für Herstellungs- und Erhaltungsmaßnahmen an Kulturgütern im Sinne des Satzes 2 Nummer 1 und 2 ist § 7i Absatz 1 Satz 1 bis 4 sinngemäß anzuwenden.

Weitere Informationen

Dieses Informationsblatt kann eine individuelle Beratung und die nach den geltenden Bestimmungen notwendigen Verfahren nicht ersetzen.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich daher bitte an die Denkmalbehörde der Stadt Pirna, Am Markt 1/2, Sitz Schmiedestraße 46; EG, (Zugang über Gebäude Am Markt 10)

Varianten § 7i EStG und § 7h EStG

Eine steuerliche Beratung, welche Variante günstiger für Sie als Bauherr/Eigentümer ist, können wir Ihnen leider nicht geben. Wenden Sie sich dazu bitte an Ihren Steuerberater und/oder das zuständige Finanzamt.

3. Fördermittel (Landesfördermittel) Denkmalschutz

Zuwendungen zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmälern

Allgemeine Hinweise zur Antragstellung und zur Ausreichung der Fördermittel

Seit 01.01.2009 wurde die Aufgabe an die Unteren Denkmalschutzbehörden übertragen.

Zuwendungen für Arbeiten an Baudenkmälern (Fördermittel)

Sie haben die Möglichkeit, für denkmalbedingten Mehraufwand an Baudenkmälern Fördermittel zu beantragen. Nähere Informationen zu Umfang und Höhe der Förderung können Sie auf Anfrage bei der unteren Denkmalschutzbehörde erhalten.

Zur Bearbeitung benötigt die Denkmalbehörde Kostenvoranschläge über die vorgesehene Maßnahme (jeweils gegenübergestellt: Standardausführung /denkmalgerechte Ausführung).

Wie geht es weiter?

ausführliche Informationen in den Broschüren "Hinweise für Denkmaleigentümer" des Staatsministeriums des Innern (Faltblatt 1- 3) und unter den folgenden Begriffen des Lexikons:

Archäologische Funde
Bodeneingriffe

Fachdienst Bauordnung und Denkmalschutz

Am Markt 1/2
01796 Pirna
Tel. +49 3501 556-308
Kontakt

Fax. 03501 566-482

Fachdienstleiterin Frau Schmidt, Tel. 03501 556-363, Kontakt

Sachbearbeiter Herr Runowsky, Tel. 03501 556-338, Kontakt

Öffnungszeiten

Mo nach Vereinbarung
Di 08–12 und 13–16 Uhr
Do 08–12 und 13–18 Uhr
Fr nach Vereinbarung

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