Bereiche

Navigation

Inhalt

StadtMuseum Pirna

Stadtmuseum Pirna - Galerie

Das im Areal des vormaligen Dominikanerklosters gelegene StadtMuseum ist eines der ältesten im Freistaat Sachsen und wurde bereits 1861 durch den Städtischen Gewerbeverein gegründet. Ab 1878 entstanden auch beim Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz museale Sammlungen zu Natur- und Volkskunde sowie zur Heimatgeschichte. Beide Bestände wurden später vereinigt, die Ausstellungen befinden sich seit 1923 im Kapitelsaalgebäude des Klosters.

Nach einer langen baulichen Instandsetzung ist das Stadtmuseum 1993 wiedereröffnet worden. Die neuen Ausstellungen sind dem Elbsandstein und der Stadtgeschichte gewidmet. Zusätzlich wurde ein Gebäuderest, der teilweise aus der Klosterzeit stammt, zum Eingangsgebäude des Museums ausgebaut. Die architektonische Lösung mit altem Mauerwerk und modernen Einrichtungen erhielt bei einem Wettbewerb den Preis des Bundesbauministeriums.

Hier zu allen Veranstaltungen des StadtMuseum Pirna.

Aktuelles

06.11.2018, Quelle: KTP, Kategorie: Kultur/Freizeit

Auftaktveranstaltung zum Projekt „Kinderschicksale in Kriegs- und Nachkriegszeit“

Am 12. November 2018, 19 Uhr, findet im StadtMuseum Pirna die Auftaktveranstaltung zum Zeitzeugenprojekt „Kinderschicksale in Kriegs- und Nachkriegszeit“ anlässlich des 75. Jahrestags des Kriegsendes im Jahr 2020 statt.

Das im Rahmen des Fonds Stadtgefährten der Kultusstiftung des Bundes geförderte Projekt verfolgt das Ziel, die Rolle des Museums als Impulsgeber und Moderator in gesellschaftlichen Debatten zu stärken sowie es über seine Grenzen hinaus in Stadt und Landkreis hinein zu entwickeln und es so zu einer neuen Wahrnehmung zu führen. Um das Projekt auf breiter Basis zu positionieren, haben wir unterschiedliche Partner gewonnen. Unter Einbeziehung bestehender Netzwerke und Kontakte, über die zum Beispiel soziale Dienste, Institutionen und gesellschaftliche Vereine verfügen, möchten wir die Bürger einladen, mit uns in einen intergenerationellen Dialog zu treten und den Wandel der Stadtgesellschaften aktiv mitzugestalten.

Die Auftaktveranstaltung ist der Beginn dieses Prozesses. Sie dient der vertiefenden Partnervernetzung durch regen Austausch über Ziele, Aufgaben und Nachhaltigkeit des Projektes. Unsere Partner werden zu Wort kommen, über ihre Sichten, Erwartungen und Stärken sprechen. Bislang bestehen Vereinbarungen zur Kooperation mit folgenden Partnern: Aktion Zivilcourage e.V.; AKuBiZ e.V.; Diakonie Pirna e.V.; Evangelisch-Lutherischer Kirchenbezirk Pirna; Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein in Trägerschaft der Stiftung Sächsische Gedenkstätten; Katholische Gemeinde St. Kunigunde Pirna; Volkssolidarität Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V. Für weitere Interessenten zur Mitarbeit sind wir offen.

Die Erlebnisse der Kriegskinder wurden bis in die 1990er Jahre gesellschaftlich kaum wahrgenommen. Die Folgen einer solchen Kindheit bleiben jedoch über viele Jahrzehnte spürbar. Erst seit den letzten Jahren rücken die Kriegskinder und deren oft lebenslang wirksamen Belastungen in den Blick der Forschung und den gesellschaftlichen Dialog. Die Betroffenen selber und herrschende Ideologien bewirkten oftmals Schweigen, weil persönliche Erfahrungen in Widerspruch zur propagierten Geschichtsdarstellung standen.
Das Spannungsfeld zwischen dem Erlebten einerseits und dem Vergessen oder Verdrängen andererseits ist der Ausgangspunkt einer geplanten Veranstaltungsreihe und Ausstellung im Jahr 2020, welche die Sichtweise von Zeitzeugen aus Pirna und dem Landkreis aufnehmen, interpretieren und in historische Zusammenhänge stellen soll.

Gezeigt werden Erinnerungsberichte und Zeugnisse der Zeit um 1939-1945 - Schriften, Fotos, Amateurfilmaufnahmen, Spielzeuge, Briefe, Tagebücher - die mit diesen Erfahrungen in Verbindung stehen und bei Recherchen und Gesprächen gesammelt und erfasst werden. Diese aktive Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegskinder soll dazu beitragen, angesichts rascher gesellschaftlicher Veränderungen und der voranschreitenden Globalisierung Klarheit über gesellschaftliche Werte zu schaffen und diese zu bewahren.

Der Historiker Dr. André Postert vom Hannah-Ahrendt-Institut der TU Dresden wird an diesem Abend einführend über die Erlebnisse von Kindern im Zweiten Weltkrieg referieren. In seinem Vortrag wird er die Kindheiten in den Ländern Europas in den Fokus nehmen und die Unterschiede zwischen Kindheitserfahrungen von „Besatzern“ und denen in den besetzten Gebieten erörtern. Zudem widmet er sich der Fragestellung, welchen Umgang die Nachkriegssysteme mit den jeweiligen Kriegsmemoiren pflegten.

Herr Postert ist Autor des Buches „Hitlerjunge Schall. Die Tagebücher eines jungen Nationalsozialisten“ und war nach freier Mitarbeit am NS-Dokumentationszentrum Köln einer der Initiatoren der ersten wissenschaftlichen Tagung „Kindheiten im Zweiten Weltkrieg“ in Dresden 2015. Seit 2014 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung.

Den musikalischen Rahmen geben an diesem Abend junge Musiker der Musikschule Sächsische Schweiz Pirna.

Die Veranstaltung findet im Kapitelsaal des StadtMuseum Pirna, Klosterhof 2, um 19 Uhr statt, der Einlass beginnt 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.


Kontakt

Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH - Presse & Öffentlichkeitsarbeit

Am Markt 7
01796 Pirna
Tel.: 03501 556 455
Fax.: 03501 556 12 455
Kontakt
Karolina Manitz

Informationen

Events und Tickets

Bild Kultur & Tickets

Besucheranschrift

StadtMuseum Pirna

Klosterhof 2/3

01796 Pirna

Tel. 03501 556 461

Fax 03501 556 401

Kontakt


Öffnungszeiten

Mo geschlossen
Di – So 10 – 17 Uhr
feiertags 10 – 17 Uhr

 

Geschlossen wegen Umbau:
26. - 30.11.2018


Eintritt

4,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro


Geschäftssitz / Postanschrift


Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH
Stadtmuseum Pirna

Am Markt 7
01796 Pirna

Bankverbindung:
Ostsächsische Sparkasse Dresden
IBAN:
DE 74 8505 0300 3100 111400
BIC: OSDDDE81XXX

Steuernummer
210/112/03369

eingetragen beim
Amtsgericht Dresden
HRB 23792

Aufsichtsratsvorsitzender
Klaus-Peter Hanke

Geschäftsführer
Christian Schmidt-Doll

 
Ostsächsische Sparkasse Dresden