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Dorfentwicklung / Dorferneuerung

Das Pirnaer Stadtgebiet umfasst neben den städtischen Siedlungsbereichen Pirna und Copitz auch 15 ehemals selbständige Dörfer, die im Laufe der Stadtgeschichte schrittweise ab 1922 eingemeindet wurden. Heute wohnen in diesen Ortsteilen etwa 10.000 Einwohner und damit etwa vierte Pirnaer Einwohner.

Die ländlichen Ortsteile Pirnas sind heute

  • attraktive Wohnquartiere mit einer stabilen Bevölkerungsentwicklung, einer vergleichsweise jungen Einwohnerschaft und wohnortnahen Infrastruktureinrichtungen,
  • wichtige gewerbliche Standorte innerhalb der Stadt Pirna, insbesondere für Handwerk und Dienstleistungen, aber auch für das verarbeitende Gewerbe und die Landwirtschaft,
  • wichtige Naherholungsräume und Tourismusstandorte mit bedeutsamen Kulturdenkmalen und auch überregional bekannten Sehenswürdigkeiten,
  • identitätsstiftende Lebensräume mit einem regen Vereinsleben.

Viele ländliche Siedlungen, deren baulich-räumliche Strukturen im Verlauf einer langen Ortsgeschichte historisch geprägt wurden, geraten heute jedoch in Gefahr, immer mehr von ihrer Bedeutung und Lebendigkeit zu verlieren und gleichzeitig in gestalterischer Hinsicht durch ortsuntypische Bauformen und Baumaterialien überprägt zu werden. Der Verlust an öffentlichen Einrichtungen, die verringerte Bedeutung der Landwirtschaft und damit der Verlust an Arbeitsplätzen führen zu einem Bedeutungswandel des Dorfes zum Wohn- und Erholungsort.

Deshalb liegt der Schwerpunkt der Dorfentwicklung seit mehreren Jahren auf der nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Ortsteile. Neben der Verbesserung des dörflichen Wohnumfeldes sollen vor allem Maßnahmen gefördert werden, die wirtschaftliche Impulse setzen und die dörfliche Gemeinschaft stärken. Der Erhalt typisch ländlicher Bausubstanz durch Umnutzung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung.

Dorfentwicklung bedeutet im Einzelnen:

  • Bewahrung und Weiterentwicklung der noch erhaltenen, historisch gewachsenen Dorfstruktur und deren individuellen Charakter,
  • Erhaltung der regionaltypischen Bausubstanz; ggf. nachhaltige Umnutzung,
  • Verbesserung der Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie der Lebensqualität,
  • Erhaltung, Verbesserung bzw. Schaffung neuer Einrichtungen der Grundversorgung im öffentlichen und privaten Bereich,
  • Berücksichtigung ökologischer Belange im Ortsbereich und bei der Einbindung des Dorfes in seine natürliche Umgebung,
  • Verbesserung der Bedingungen für die Landwirtschaft, das regionaltypische Handwerk sowie den Dienstleistungssektor,
  • Förderung des Gemeinschaftslebens und der Eigeninitiative im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich,

Im Kern muss die Dorfentwicklung von den Bürgern, Unternehmern, Vereinen bzw. Gruppen und der kommunalen Selbstverwaltung vor Ort getragen werden. Die Politik nimmt dabei eine unterstützende Rolle ein, indem sie die erforderlichen Mittel im Rahmen der jeweiligen Förderprogramme der ländlichen Entwicklung bereitstellt.

Voraussetzung und Grundlage für die Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung/ Dorferneuerung ist die Durchführung einer Dorfentwicklungsplanung. Sie wird unter Beteiligung der Bürger und nach Bedarf ausgewählter Träger öffentlicher Belange entwickelt und von der Gemeindevertretung beschlossen.

Der Prozess der Dorfentwicklung gliedert sich in zwei Schritte: die Konzeptentwicklung und die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen. Das Dorfentwicklungskonzept (auch „Örtliches Entwicklungskonzept“) enthält Aussagen über die wirtschaftliche, soziale, kulturelle und ökologische Situation und Entwicklung der Gemeinde. Es macht deutlich, welche ortsspezifischen Potenziale und Probleme bestehen, formuliert entsprechende Lösungsansätze, benennt konkrete Projekte und ihre Träger sowie die weiteren Maßnahmeschritte bis zur Umsetzung der Einzelprojekte.

Im Laufe der letzten Jahre konnte in den ländlichen Ortsteilen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in den Bereichen Schule/Sport/Soziales, Straße/Wege und Kultur/Tourismus umgesetzt werden. Dazu zählen u.a. (Stand Juli 2013):

  • Neubau der Außenanlagen der Kita „Regenbogen“ in Graupa,
  • Neubau der Kita in Birkwitz,- Neubau von Spielplätzen in Birkwitz, Graupa und Pratzschwitz,
  • Neubau der Turnhalle der Grundschule Graupa,
  • Erweiterung der Reithalle in Jessen,
  • Neugestaltung der Dorfplätze in Bonnewitz und Pratzschwitz
  • Neubau der Feuerwache in Graupa,
  • Sanierung der Richard-Wagner-Stätten (Lohengrinhaus und Jagdschloss) in Graupa,
  • Neubau eines Solarparks in Pratzschwitz,
  • Neubau von Straßenbrücken in Zehista (Seidewitz), Neundorf (Gottleuba) und Posta (Kratzbach),
  • Erneuerung des Elbradweges in Ober/Niedervogelgesang.

Ansprechpartner:

Fachdienst Stadtplanung und Grünflächen

Am Markt 1/2
01796 Pirna
Tel. 03501 556-308
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Fachdienstleiter Herr Drossel, Tel. 03501 556-205, Kontakt

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Di 08–12 und 13–16 Uhr
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