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Děčín
Mit der Kreisstadt Děčín im Norden Böhmens ist Pirna seit 1975 partnerschaftlich verbunden.
Dass diese Beziehung für ein „Muss“ ist, liegt an historisch verbürgten Gemeinsamkeiten wie dem Schiffsverkehr und Handel auf der Elbe (1057 erstmals urkundlich belegt), grenzüberschreitendem Massentourismus im gemeinsamen Elbsandsteingebirge bis hin zu aktuellen Wirtschaftsdaten.
Die Bahntrasse durchs Obere Elbtal ist z. B. der wichtigste Transportweg zwischen Tschechien und Deutschland. Aus der Stadtgeschichte ist zu erwähnen, dass Děčín aus zwei vom Elbfluss getrennten Städten hervorging: Das jüngere Podmokly (Bodenbach) verdankt seinen 1901 erlangten Stadtstatus dem Bau der Eisenbahnstrecke Dresden-Prag und damit einhergehenden Industrieansiedlungen. Das rechtselbische Tetschen (Děčín) wurde Jahrhunderte früher gegründet. Ausgangspunkt der Besiedlung war eine vom Herrschergeschlecht der Przemisliden errichtete Burg. Die auf einem Felsvorsprung nahe der Elbe entstandene, im 16. Jahrhundert zu einem Renaissanceschloss umgebaute Anlage, ist noch heute die markanteste Baulichkeit Decins. Als Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung sollte man es besucht haben. Mit seinem reichen historischen Erbe entwickelte sich Děčín zu einer 140 km² großen, heute ca. 52 000 Einwohner zählenden Industrie- und Verwaltungsstadt. Dass die vom Sandstein der "Böhmischen Schweiz" geprägte Umgebung zahlreiche Ausflugsziele aufweist, sei nicht nur am Rande erwähnt. Am Stadtrand sind das z. B. der auf der „Schäferwand“ angelegte Bergzoo sowie der Waldpark auf dem Quaderberg.
