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20. Jahrhundert

Weltgeschichte

1911: China wird Republik
24.6.1914: Attentat von Sarajewo, bei dem der österreichisch- ungarische Thronfolger Franz Ferdinand ermordet wird
1914-1918: Über 10 Millionen Tote in Ersten Weltkrieg
1917: In der Februarrevolution wird Zar Nikolaus II. gestürzt und eine provisorische Regierung eingesetzt. Diese wird in der Oktoberrevolution beseitigt, Errichtung eines bolschewistischen Regimes
November 1918: Revolution in Deutschland. Thronverzicht von Kaiser Wilhelm II.
28.6.1919: Unterzeichnung des Friedensvertrages von Versailles. Deutschland verliert ein Siebtel seines Gebietes und muß die Kolonien audgeben
1920: Gründung des Völkerbundes
1922: Mussolini wird Ministerpräsident in Italien
1923: Erfolgloser Hitlerputsch in München 
1927: Unter Stalins Führung beginnen in der UdSSR die „Säuberungen“, denen zahlreiche Menschen zum Opfer fallen
25.10.1929: Der sogenannte Schwarze Freitag löst mit dem Börsenkrach in New York die Weltwirtschaftskrise aus
1930: Mit dem „Salzmarsch“ erreicht Gandhis gewaltfreier Einsatz für die Unabhängigkeit Indiens einen Höhepunkt
30.1.1933: Adolf Hitler wird deutscher Reichskanzler
1934: Stalin lässt oppositionelle Kräfte in der Kommunistischen Partei in Schauprozessen aburteilen
1934/35: Nach dem „Langen Marsch“ finden die chinesischen Kommunisten eine neue Machtbasis. Bürgerkrieg bis 1949
1936-39: Bürgerkrieg in Spanien
1938: Bruch des Versailler Vertrages mit dem Anschluß Österreichs an Deutschland
1939: Deutsche Truppen besetzen das verbliebene tschechische Staatsgebiet. Bildung des Protektorates Böhmen und Mähren
23.8.1939: Hitler schließt mit Stalin einen Nichtangriffspakt
1939: Ohne Kriegserklärung greift die UdSSR Finnland an. Finnisch-Sowjetischer Winterkrieg
1939-1945: Der Zweite Weltkrieg bringt über 50 Millionen Tote
4.-11.2.1945: Auf der Konferenz von Jalta besprechen Roosevelt, Churchill und Stalin die Nachkriegsordnung
6./9.8.1945: Die USA werfen Atombomben über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki ab
1947: Umfangreiches Hilfsprogramm der USA für Europa. Präsident Harry Truman macht die Eindämmung des Kommunismus zur Leitlinie amerikanischer Politik (Truman-Doktrin)
4.4.1949: Gründung der NATO
23.5.1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland
7.10.1949: Gründung der Deutschen Demokratischen Republik
1950: Koreakrieg
1957: Erster Satellit der UdSSR in der Erdumlaufbahn
1961: Jurij Gagarin umkreist als erster Mensch in einer Raumkapsel die Erde
1962: Vor der kubanischen Küste droht ein Konflikt zwischen den USA und der UdSSR zu eskaliren
1963: Die USA und die Sowjetunion unterzeichnen das Atomteststoppabkommen, dem weitere Staaten folgen
1967: Sechstagekrieg zwischen Israel und den arabischen Staaten
1968: Wende im Vietnamkrieg. – Höhepunkt der Protestbewegungen in Westeuropa. – Niederschlagung des „Prager Frühling“
1969: Das US-Raumfahrzeug Apollo 11 landet auf dem Mond
1973: Geundlagenvertrag zwischen der BRD und DDR
1975: 35 Staaten unterzeichnen in Helsinki die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
1.4.1979: Ayatollah Khomeini ruft die Islamische Republik Iran aus
1979: Nach der Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen in Europa fassen die NATO-Mitglieder einen Doppelbeschluß zur Nachrüstung
1985: Michail Gorbatschow wird Generalsekretär der KPDSU, Beginn von Reformen
1989: In den Ländern Osteuropas kommt es zu Protestbewegungen, in deren Folge die sozialistischen Regierungen abgelöst werden
9.10.1989: 70.000 Leipziger demonstrieren trotz der 8.000 in Bereitschaft stehender Polizisten, Kampfgruppen und Soldaten
9.11.1989: Fall der Berliner Mauer
3.10.1990: Wiedervereinigung Deutschlands
21.12.1991: Formale Auflösung der UdSSR mit Gründung der GUS
1992: Vertrag von Maastricht. Gründung der EU und Schaffung eines europäischen Binnenmarktes
1999: Die im Maastrichter Vertrag beschlossene Europäische Wirtschafts- und Währungsunion tritt in Kraft

Bedeutende Persönlichkeiten

 Jean-Henri Dunant (1828-1910) Humanist, Pazifist, Begründer des Roten Kreuzes
Bertha Freifrau von Suttner (1843-1914), Schriftstellerin, Begründerin der bürgerlichen pazifistischen Bewegung, Friedensnobelpreisträgerin
Mahatma Gandhi (1869-1948), Pazifist, Menschenrechtler, geistiger Führer der Indischen Unabhängigkeitsbewegung
Richard Strauss (1864-1949), Komponist der Nachromantik
Heinrich Mann (1871-1950), Schriftsteller
Albert Einstein (1879-1955), Physiker, beschrieb Relativitätstheorie
Pablo Picasso (1881-1973), Maler, Graphiker, Bildhauer
Alexander Dubcek (1921-1992), Leitfigur des Prager Frühling 
Michail Gorbatschow (Jg. 1931), Generalsekretär der KPdSU, leitete mit der Politik der Perestroika das Ende des Kalten Krieges ein

Geschichte von Pirna

1908: Bau des Kunstseidenwerkes beginnt
1910: Die erste brauchbare Viskoseseide Deutschlands kommt aus Pirna
1905: Die Cellulosefabrik Hoesch II entsteht
1907: In Pirna erscheint die sozialdemokratische „Volkszeitung“
1912: Elektrizitätswerk und Elektrifizierung
1917: Die Mehrheit der Pirnaer SPD gibt die Tolerierung gegenüber der deutschen Kriegspolitik auf. Die „Volkszeitung“ wird ein führendes Organ der USPD in Deutschland
November 1918: Gründung eines Arbeiter- und Soldatenrates
1922: Eingemeindung von Posta
1923: Inflation. Pirnaer Betriebe geben Notgeldscheine aus.
1923: Eingemeindung von Niedervogelgesang, Zuschendorf, Neundorf, Rottwerndorf, Hinter-Jessen und Copitz
23. Oktober 1923: Einmarsch der Reichswehr, zwei Todesopfer zu beklagen
1927: Schwere Schäden durch Gottleuba-Hochwasser, in Pirna-Neundorf sind mehrere Tote zu beklagen
1930: Eingemeindung von Zehista
1932: Kreis Pirna ist an der Spitze der Arbeitslosigkeit in Sachsen
1933: Die NSDAP stärkste Partei in Pirna
9. März 1933: Bücherverbrennung vor der Volksbuchhandlung in der Breiten Straße. Verbot der Volkszeitung
1939-1945: verlieren etwa 3.500 Pirnaer Bürger im II. Weltkrieg ihr Leben
1940/41: Ermordung von 15.000 vorwiegend geistig behinderten Menschen in der Anstalt Sonnenstein im Rahmen der Euthanasie
19. April 1945: Bei einem Bombenangriff sterben 203 Menschen. Zerstörung der Elbebrücke, des Bahnhofs, von Industrie- und Wohngebieten
1945: Entstehung der Pirnaer Puppenspielbühne, der bald Heinz Fülfe angehört
1950: Eingemeindung von Cunnersdorf, Mockethal, Zatzschke
Gründung der Musikschule „Fidelio F. Finke“
1952: Übergabe der Klosterkirche an die katholische Gemeinde
1953: Gründung des Staatlichen Kreiskulturorchesters, des späteren Sinfonieorchesters Pirna
1957: Weihe der Klosterkirche als katholische Kirche St. Heinrich
1957: Verwüstungen infolge des Gottleuba- Hochwassers
1971: Eingemeindung von Liebethal
1974: Pirna erreicht mit 49.771 Einwohnern seine bisher höchste Einwohnerzahl. - Eingemeindung von Krietzschwitz, Obervogelgesang
1965 – 83: großflächiger Ausbau des Wohngebietes Sonnenstein (ca. 10.000 Einwohner) mit Kaufhallen, Schulen, Kindereinrichtungen
1980 – 1988: Errichtung des Wohngebietes West im Stadtteil Copitz
1988: Einweihung des Evangelischen Gemeindezentrums auf dem Sonnenstein
19. November 1989:  Nach dem Leipziger Vorbild demonstrieren auch in Pirna tausende Einwohner gegen die SED- Herrschaft
1989: Entstehung der Bürgerbewegung „Rettet Pirna“
1991: Gründung des Kuratoriums Altstadt Pirna. -  Beschluß über die Altstadtsanierung
1991 – 95: Sanierung der Elbebrücke Sanierung der Pirnaer Schwimmhalle
29. Mai 1992: Einweihung der 60 km langen Sächsischen Weinstraße von Pirna nach Diesbar-Seußlitz
1993: Endgültiges Aus für die Kunstseide mit noch 450 Beschäftigten
1993: Einweihung des evangelischen Kinderhauses. - Wiedereröffnung des Stadtmuseums 
1994 – 96: Bau von 176 Wohneinheiten im Bereich Sonnenstein-Süd 
1997: Erster Rammschlag für die zweite Elbebrücke und Erster Spatenstich für das Justizzentrum auf dem Sonnenstein
1997: Fertigstellung des Beruflichen Schulzentrums für Technik und des Justizzentrums
1998: Eröffnung des deutsch- tschechischen Gymnasiums
1999: Fertigstellung der neuen Elbbrücke
2000: Das Sinfonieorchester Pirna muß aufgelöst werden
8.September 2000: Nach abgeschlossener Sanierung durch das Kuratorium Altstadt e.V. wird die Mägdleinschule als Vereinshaus eingeweiht

Pirnaer Persönlichkeiten

Theodor Quentin (1851-1905), Architekt, Kirchenbaumeister
Reinhold Hofmann (1855-1917), Lehrer, Historiker
Oskar Speck (1850-1922), Lehrer, Historiker
Hermann Fleißner (1865-1939), Tischler, Kreisleiter der SPD in Pirna, Mitbegründer der USPD in Sachsen, Minister für Volksbildung in Sachsen
Gertrud Eysoldt (1870-1955), Schauspielerin, gebürtig aus Pirna
Walter Plotz (1877-1944), Lehrer, Freimaurer, ging als Vertreter der Bekennenden Kirche auf Distanz zum Nationalsozialismus
Herbert Burckhardt (1896-1981), Kapellmeister in Pirna

Informationen

Stadtverwaltung Pirna

Am Markt 1/2 (Rathaus)

01796 Pirna

Tel. 03501 556-0 (Zentrale)

Fax. 03501 556-266