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Juri Gagarin (1934-1968)

Juri Gagarin wurde 1959 zum Kosmonauten ausgebildet.

Am 9. März 1961 erfolgte der erste Test eines Wostok-Raumschiffes, das baugleich mit dem ersten bemannten Raumfahrzeug sein sollte. An Bord waren neben einem Dummy auch die Hündin Tschernuschka und einige Kleintiere. Nach einer Erdumkreisung wurde die 2,3 Tonnen schwere Versorgungseinheit des Raumschiffs abgetrennt und die Kapsel abgebremst. Sie ging im Zielgebiet nieder. 7000 Meter über dem Boden wurde der Dummy in einem Schleudersitz aus der Kapsel katapultiert und kam per Fallschirm herunter. Die Hündin überstand die sehr viel unsanftere Landung in der 2,4 Tonnen schweren Kugelkapsel. Der Schleudersitz war notwendig, da man die Kapsel mangels Landeplatzoptionen nicht wassern konnte und die Abbremsmöglichkeiten per Fallschirm begrenzt waren.

Neben Versorgungseinheit und Kapsel bestand das Wostok-Raumschiff aus der Trägerrakete R-7 mit einer zweistufigen Mittelrakete und vier angefügten Zusatzraketen. Die Rakete war für interkontinentale Nuklearsprengköpfe mit bis zu 5,5 Tonnen bis 1957 entwickelt worden und kam u.a. für Sputnik zum offiziellen Einsatz. Noch im März 1961 explodierte eine solche Trägerrakete bei einem Test einer Interkontinentalrakete in Anwesenheit der vorgesehenen Kosmonauten auf dem Startgelände in Kasachstan.

Die Kosmonauten waren Gregori Neljubow (nicht eingesetzt, Ersatzpilot für Wostok 1), Waleri Bykowski (Wostok 5), Pawel Popowitsch (Wostok 4), Andrian Nikolajew (Wostok 3), German Titow (Wostok 2) und Juri Gagarin (Wostok 1). Alle 6 waren militärische Testpiloten.

Am 9. April wurde die Wahl von Juri Gagarin für den ersten Flug bekanntgegeben. Er sollte nur Passagier auf dem 108-minütigen Flug werden. Nur im Notfall war eine Handsteuerung vorgesehen. Am 12. April 1961 um 7 Uhr 7 MEZ erfolgte der Start des ersten Menschen in den Weltraum.

Die erfolgreiche Landung erfolgte in der Region Saratow in Rußland.

Gagarin wurde nach der Mission in den Ländern des "Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe" (RGW) als Botschafter des Sozialismus vorgezeigt, hatte aber nie das Militär und die Fliegerei ganz verlassen. Er sollte nicht mehr in den Weltraum zurückkehren: Er war Ersatzpilot von Sojus 1, die mit Wladimir Komarow am 24. April 1967 abstürzte. Am 27. März 1968, nur 18 Tage nach seinem 34. Geburtstag starb er bei einem Flugzeugunglück in einer MiG19.

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