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Heinrich Zille (1858-1929)

Heinrich Zille war deutscher Grafiker, Zeichner, Karikaturist, und Maler in dessen Werke sich realistische, humoristische und sozialkritische Züge nebeneinander, aber auch getrennt voneinander manifestieren.

Nach einer Lithografenlehre arbeitete Zille bis 1907 im grafischen Gewerbe, wobei er nebenbei eigene Beiträge in Zeitschriften, wie "Simplicissimus", "Jugend", "Ulk" u.a. veröffentlichte. Zille war ein Zeichner der Straße, der sich nicht zum Atelierkünstler entwickelte. Typisch sind seine meist satirisch-beißenden Bilderunterschriften. Er wurde zu Unrecht oft nur als beschaulicher Witzzeichner belächelt. Seine Bilder (und auch Fotografien) sind zugleich Anklage gegen die menschenunwürdigen Zustände in den Berliner Arbeitsvierteln. In seinen Zeichnungen und Zeichnungszyklen, aber auch in seinen Kohlezeichnungen und Radierungen erweist sich Zille als Meister möglichst genauer "Zustandsbezeichnungen" der Berliner Lebensverhältnisse von Arbeitern, Hausierern, Sauf- und Pennbrücken, von Frauen, Müttern, Witwen, Nutten und von denen in diese Verhältnisse hineingeborenen Kindern. Es sind Bestandsaufnahmen des Elends und der Verkommenheit, aber auch Zeugnisse einer unerschütterlichen und manchmal pfiffigen Anstrengung, sich dennoch nicht unterkriegen zu lassen. In den 80 Jahren war Zille durch den Impressionismus geprägt.

Seine Photografien zählten zu den frühesten sozialdokumentarischen Aufnahmen in Deutschland, die nicht gestellt sind und ohne ästhetischen Anspruch geschaffen wurden.
Zeichnungszyklen:

"Kinder der Straße" (1908)
"Mein Milljöh" (1914)
Radierung: "Herbst"
Er war Sozialdemokrat und ab 1918 Mitglied der KPD.

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