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Hintergrund
Der Stellenwert kommunaler Klimaschutzpolitik ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. In der Umsetzung sind ambitionierte internationale wie nationale Klimaschutzziele jedoch ohne engagierte Kommunen nicht zu erreichen. Experten aus der Wissenschaft sind sich weitgehend einig, dass der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten ist. Dabei stehen Kommunen wie die Stadt Pirna am Anfang und am Ende der Wirkungskette. Was sind die möglichen Folgen? Extreme Wetterereignisse wie Hitze, Starkniederschläge, Stürme, ereignen sich bereits jetzt zunehmend und werden künftig noch heftiger und häufiger vorkommen und zu enormen Schäden bzw. Kosten führen. Ob im Katastrophenschutz, in der Hochwasserbekämpfung, der Trinkwasserversorgung oder der Beseitigung von Sturmschäden – es werden vor allem Kommunen sein, welche die Kosten des Klimawandels zu tragen haben.
Eine vorausschauende und nachhaltige Stadtentwicklung umfasst deshalb im 21. Jahrhundert auch den Umgang mit dem Thema Klimaschutz. In verschiedenen Bereichen wurden in den letzten bereits Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt, der Fokus lag dabei auf Maßnahmen, welche die Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen aus den Bereichen Energie und Verkehr zum Ziel haben:
- Auf dem Sonnenstein und in Copitz versorgen Heizkraftwerke auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung ca. 5.800 Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Gewerbetreibende mit Fernwärme und Warmwasserbereitung.
Link: Stadtwerke - Das Geibeltbad verfügt über eine Solaranlage und ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk. Damit können pro Jahr ca. 12 Tonnen CO2 eingespart und 9.600 MWh Strom für den Eigenverbrauch erzeugt werden.
Link: Geibeltbad - Auf Grundlage einer städtischen Bestands- und Bedarfsanalyse wurde eine Radwegekonzeption erarbeitet. Die Förderung des Radverkehrs hilft motorisierten Verkehr und damit Emissionen zu vermeiden.
- Einen analogen Beitrag leistet die konsequente Umsetzung des Leitbildes der Stadt der kurzen Wege bzw. der Verknüpfung der Funktionen Wohnen, Arbeiten und Versorgen im Rahmen der Erstellung des Flächennutzungsplanes sowie des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes INSEK. Vor diesem Hintergrund wurde der Ausbau von Stadtteilzentren auf dem Sonnenstein und in Copitz erfolgreich vorangetrieben.
- Im Dezember 2010 ging auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerkes Pratzschwitz ein Solarpark mit 2.244 Solarmodulen in Betrieb. Die Anlage erzeugt jährlich 486.000 KWh Strom und verringert den CO2-Ausstoß um 316 Tonnen.
- Im Zuge der laufenden Baumaßnahmen der Stadt Pirna wurden bei der Sanierung der Richard-Wagner-Stätten im Jagdschloss Graupa eine Erdwärmeheizung und im Herder-Gymnasium Copitz ein Blockheizkraftwerk installiert. Der Neubau der Gauß-Mittelschule auf dem Sonnenstein soll ab 2012 im Passivhausstandard entstehen.
- Die städtischen Gebäude werden seit 2011 ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen beliefert. Die Stadtverwaltung nutzt zudem seit 2011 ein E-Bike für die innerstädtischen Dienstwege.
