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Mit Kletterseil und Pinsel

„Meine Heimat sind die Berge“ – es gibt keinen treffenderen Ausspruch Irmgard Uhligs zu ihrem Lebensinhalt. Ob in den Alpen, den Dolomiten, am Elbrus, in China, Bulgarien oder in den USA, stets war sie als Malerin und Bergsteigerin unterwegs. Mit dem für sie charakteristischen Unternehmungsgeist blieb es ihr bis ins hohe Alter vergönnt, diesen Leidenschaften nachzugehen. Ihre besondere Liebe galt der heimatlichen Sächsischen Schweiz, wo sie sich als  Bergsteigerin die reizvollsten Standorte und Perspektiven erschloss. Irmgard Uhlig war stets eine Freilandmalerin, anfangs zeichnend, bald aber die Aquarelltechnik bevorzugend. Es sind vor allem ihre zahlreichen stimmungsvollen und farbintensiven Bilder der Felslandschaft, die sie bekannt machten und die über Jahrzehnte in der Öffentlichkeit das Bild der Sächsischen Schweiz mitprägten.

Irmgard Uhlig | Sonderausstellung im Stadtmuseum Pirna

Irmgard Uhlig wurde 1910 in Oberwiesenthal als Tochter des Postverwalters und stellvertretenden Bürgermeisters Rudolph Uhlig geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters übersiedelte die Mutter 1916 mit ihren zwei Kindern nach Dresden und bald darauf nach Nossen, wo ein Bruder ihres verstorbenen Mannes die Vormundschaft übernahm. Er erzog die Kinder spartanisch, sorgte aber für eine gute Ausbildung. Bereits in der Schulzeit war sie sehr sportlich und liebte das Zeichnen, ebenso ausgeprägt erschien ihr Interesse für Geografie und Natur. Nach einem dreijährigen Lehrerstudium am Pädagogischen Institut der Technischen Hochschule Dresden, mit dem Wahlfach Zeichnen, unterrichtete Irmgard Uhlig von 1933 bis 1945 an 32 Schulen als Aushilfe. Für sie blieb die Schule in erster Linie notwendiger Broterwerb.

In ihrer Freizeit nutzte sie jede Gelegenheit, dem Alltag zu entkommen und ihre geliebten Berge zu erobern. 1934 erstieg sie in den Alpen ihren ersten Viertausender. Schon vor ihrer Entlassung aus dem Schuldienst im Herbst 1945 hatte sie ein Gesuch um Mitgliedschaft in der Landeskammer Bildender Künstler eingereicht. Sie folgte ihren Neigungen, arbeitete freiberuflich und verwendete viel Zeit zum Malen und Klettern in der Sächsischen Schweiz. Nach ihren Angaben entstanden damals „bei der systematischen Durchforschung des gesamten Landschaftsraumes auf der Suche nach neuen Ausblicken noch nicht gezählte Mengen von Aquarell-Studien“. Weniger bekannt sind andere Aspekte ihres Schaffens: 1946 war sie als Gestalterin für eine Spielzeugfirma tätig. In den 1950er Jahren arbeitete Irmgard Uhlig für das Büro des Landschaftsarchitekten Otto Schweitzer sowie für Dr. Kurt Wiedemann vom Rat des Bezirkes Dresden. Sie erledigte Außenarbeiten für Gutachten, fertigte Zeichnungen zur Entwicklung des  Landschaftsschutzgebietes Sächsische Schweiz sowie im Rahmen der Planung einer Autobahn Berlin-Prag und zur Schaffung eines Nationalparks an, der jedoch erst 1991 Wirklichkeit werden sollte.

Irmgard Uhlig

Uhlig untersuchte für 60 Orte mögliche gestalterische Perspektiven und zeichnete vor allem Karten, Pläne und Ortssilhouetten. In den nächsten Jahren entstanden mehrere Reliefmodelle der Sächsischen und Böhmischen Schweiz für Ausstellungsprojekte, unter anderem auf der Festung Königstein und für einen Naturschutzpavillon in Markkleeberg. Darüber hinaus erhielt Irmgard Uhlig von verschiedenen Seiten Aufträge zur Anfertigung von Wandbildern, Übersichtskarten und Werbetafeln. Nach ihrem 100. Geburtstag regte sie mit der Übergabe ihres künstlerischen Werkes an den Sächsischen Bergsteigerbund die Gründung der Stiftung Kunst und Berge an, die heute den künstlerischen Nachlass bewahrt und mit Museen und Galerien kooperiert.

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