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»Mein Leben - Meine Träume« Horst Tappert (1939 - 2006) Erinnerungen an den Pirnaer Künstler und Filmemacher

Tappert Plakat
Tappert Plakat

„Eine Ausstellung zu Horst Tappert? Ist das nicht dieser Kommissar in der Krimireihe des ZDF?“ – so wurden die Museumsmitarbeiter häufig gefragt. Nein, Horst Tappert, der in der Ausstellung vorgestellt wird, hat nicht diesen Bekanntheitsgrad eines Filmschauspielers, obwohl er für den Film arbeitete. Er selbst war kein Star, aber seine in 31 Jahren im DEFA-Studio für Trickfilme gestalteten Figuren entwickelten sich zu kleinen Filmhelden.

Ob das Myrtenfräulein, Zwerg Nase, das Birnenmädchen oder Olli aus „Die fliegende Windmühle“, seine Puppen wurden ebenso bekannt wie die Silhouetten in „Aschenputtel“, „Hans mein Igel“ oder der „Gänsemagd“. Sie gehören zur Kindheit der in der DDR ab 1960 großgewordenen Generationen. Teilweise führte Horst Tappert in den Filmen auch Regie. So sehr sich seine Gestalten im Verlaufe der Jahre stilistisch veränderten, allen gemeinsam ist der Einfallsreichtum mit denen sie entwickelt und gestaltet wurden, die Form- und Farbsicherheit sowie Sorgfalt in der Ausführung und damit ihre ästhetische Faszination. Der Betrachter spürt die innige Verbundenheit Horst Tapperts mit seiner Arbeit, der über seine Tätigkeit als Puppengestalter einmal schrieb: „Ich hatte manchmal das Gefühl, dass aus der Tiefe des Herzens viel Zärtlichkeit nach draußen will. “

Die relative Abgeschirmtheit im DEFA-Trickfilmstudio, die materielle Absicherung ihrer Mitarbeiter und die vorhandenen künstlerischen Freiräume gewährleisteten einen günstigen Rahmen für die schöpferische Arbeit, boten die Möglichkeit für den Traum, das Hinüberwandern in die Welt der Phantasien und Märchen, einer Welt, die so wohltuend auf den Alltag zurückwirken kann.

In der Ausstellung werden Entwürfe und Puppen Horst Tapperts gezeigt, die das Stadtmuseum Pirna vom Deutschen Institut für Animationsfilm in Dresden leihweise erhielt. Parallel dazu gibt es ein Filmprogramm. Außerdem stellt die Exposition Horst Tappert als Künstler vor – Bilder, Wandteller, Schalen, bemalte Dosen und Ostereier, Übertöpfe – der Gestaltungswille Tapperts kannte auch außerhalb des Studios keine Grenzen. Dazu kommen Gedichte und Aufsätze. Entstanden ist all dies in seinem Haus in Obervogelgesang, von ihm selbst als „Zauberschachtel“ bezeichnet. Traum und Märchen versuchte er auch in seinen privaten Alltag zu holen und geriet dabei häufig mit der realen Welt in Konflikt. Seine kurz vor dem Tod entstandene kleine Schrift „Raste an dieser Quelle“ beginnt mit dem Satz: „In meinem Leben sind die Träume nicht weit weg. Aber leider werde ich in meinen Träumen vom Leben fast erdrückt.“

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