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Die verschwundene Burg. Der Sonnenstein in der Burgenlandschaft des sächsisch-böhmischen Oberelberaumes.

Gemeinsame Ausstellung des Landesamtes fur Archäologie Sachsen und des Stadtmuseums Pirna in Zusammenarbeit mit Schloss DÄ•cin, dem Institut für Archäologische Denkmalpflege Nordwestböhmens in Most und weiteren tschechischen Partnern.

Die Ausgrabungen der Jahre 2009/2010 innerhalb des Schlosses Sonnenstein im Vorfeld der Umgestaltung zum Sitz des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lieferten der Forschung beachtliches Fundmaterial. Damit sind Ansatzpunkte zur Neubewertung der Stellung Pirnas im Prozess der Ausprägung markmeißnischer und böhmischer Territorialherrschaft in der Elbregion gegeben. Das Landesamt für Archäologie Sachsen begann 2008 mit ersten Sondierungen des Terrains. Angesichts der Bedeutung des Sonnensteins als Bau- und Bodendenkmal mussten umfangreiche Ausgrabungen überall dort durchgeführt werden, wo massive Bodeneingriffe im Burggelände geplant waren.

Schon die ersten Ergebnisse ließen erahnen, dass der bisher überlieferten Geschichte neue Kapitel hinzugefügt werden können. Insbesondere die ersten slawischen Funde vom Schlossplateau ließen aufhorchen. Viele Jahrzehnte ist über die hochmittelalterliche Nutzung des Sonnensteins geschrieben, geforscht und auch spekuliert worden. Mit den großflächigen Ausgrabungen konnten umfangreiche Spuren einer Wehranlage des späten 10. und 11. Jahrhunderts gesichert werden.

Die Ausstellung „Die verschwundene Burg“ will einem interessierten Publikum wesentliche Aspekte der mittelalterlichen Geschichte des Burgberges zwischen dem 10. und 15. Jahrhundert durch die Präsentation ausgewählter Funde und Befunde vermitteln. Die Geschichte des Sonnensteins verlief nicht isoliert, sie ist Bestandteil der Entwicklung der meißnisch-böhmischen Oberelberegion. Sie hatte viele Facetten, kriegerische Auseinandersetzungen, aber auch friedliches Neben- und Miteinander der Menschen in einer Landschaft, die stark durch die Elbe geprägt worden ist. Die neuen Erkenntnisse aus der Archäologie ermöglichen uns einen tieferen Einblick in die damaligen Lebensumstände, eine weitere Annäherung, ohne jedoch vollständige Kenntnis zu erlangen. Auf der südlichen Seite es Elbedurchbruchs, im tschechischen Decin, sind in den Jahren 2009 bis 2011 im Schlossgelände Ausgrabungen durch das Institut für archäologische Denkmalpflege Most durchgeführt worden. Wie in Pirna, galten die Arbeiten auch hier der Suche nach der verschwundenen Burg.

Beide Anlagen wurden nach dem Mittelalter, wenn auch unter verschiedenen Vorzeichen, so stark verändert, dass wir ohne archäologische und baugeschichtliche Untersuchungen von den Orten der Frühzeit unserer Geschichte kaum eine angemessene Vorstellung gewinnen könnten. Der wissenschaftliche Austausch und die gemeinsame Präsentation von Grabungsfunden befruchten den Erkenntniszuwachs über Ländergrenzen hinweg und dienen einem gemeinsamen Verständnis von Geschichte. Die zweisprachig gestaltete Ausstellung möchte ein breites Publikum an diesem Prozess teilhaben lassen.


Begleitprogramm:

Mittwoch, 22.Januar 2014, 19 Uhr
Slawen in Sachsen
Dr. Thomas Westphalen, Dresden

Donnerstag, 19. Februar 2014, 19 Uhr
Die Grabungsergebnisse vom Sonnenstein
Karsten Lehmann, Berlin

Alle Vorträge finden im Kapitelsaal statt. Der Eintritt zu den Vorträgen und zur Buchpräsentation ist frei.

Informationen

Events und Tickets

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Besucheranschrift

StadtMuseum Pirna

Klosterhof 2/3

01796 Pirna

Tel. 03501 556 461

Fax 03501 556 401

Kontakt


Öffnungszeiten

Mo geschlossen
Di – So 10 – 17 Uhr
feiertags 10 – 17 Uhr


Eintritt

4,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro


Geschäftssitz / Postanschrift


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Stadtmuseum Pirna

Am Markt 7
01796 Pirna

Bankverbindung:
Ostsächsische Sparkasse Dresden
IBAN:
DE 74 8505 0300 3100 111400
BIC: OSDDDE81XXX

Steuernummer
210/112/03369

eingetragen beim
Amtsgericht Dresden
HRB 23792

Aufsichtsratsvorsitzender
Klaus-Peter Hanke

Geschäftsführer
Christian Schmidt-Doll

 
Ostsächsische Sparkasse Dresden