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Stadt Pirna legt Integrationsbericht „Asyl“ vor

Pirna hat gemeinsam mit dem Landkreis im vergangenen Jahr für die Unterbringung von Flüchtlingen gesorgt. Von Anfang setzte dabei die Stadt auf dezentrale Unterbringung. Um Spitzen in der Zuweisung abzufangen, wurden in den vergangenen Monaten übergangsweise durch das Landratsamt die Jugendherberge in Copitz und die Turnhalle des Berufsschulzentrums in Copitz Notunterkünfte eingerichtet, die aber beide mittlerweile wieder freigezogen werden konnten.

Stadt bevorzugt weiterhin dezentrale Unterbringung

Um in den kommenden Monaten auch unabhängig von Informationen von Dritten mit Ankunftszahlen für 2016 arbeiten zu können, hat die Stadtverwaltung ein eigenes Prognosetool für das Stadtgebiet entwickelt. Anhand von verschiedenen Formeln kann eine etwaige Vorhersage über die Anzahl der in Pirna ankommenden Asylbewerber in 2016 getroffen werden. Diese Zahlen sind die Grundlage für die Eckpunkte der Unterbringungsstrategie in den kommenden Monaten. Die Stadt Pirna bevorzugt auch weiterhin die Variante der dezentralen Unterbringung verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Dabei leistet seit 2015 die städtische Wohnungsgesellschaft WGP den größten Anteil, ohne den allgemeinen Mietbestand einschränken zu müssen. Derzeit stellt die WGP Wohnraum für 314 Personen zur Vermietung über die ITB zur Verfügung. Weitere Wohnungen werden in den nächsten Monaten folgen. Auch in 2016 wird versucht, zusätzlich auf Wohnungsangebote privater Vermieter zurückzugreifen. Die Umnutzung von Turnhallen wird durch die Stadt abgelehnt.

Um etwaige Spitzen abfedern zu können, hat die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEP) zwei Grundstücke dem Landratsamt zur Verfügung gestellt. Zum einen handelt es sich hierbei um eine Fläche im Gewerbegebiet „An der Elbe“. In diesem Areal nutzt die SEP eine für Fremdvermietung geplante Halle kurzfristig mit kleinteiligen Einbauten als Asylunterkunft um. Zum anderen hält die Stadtentwicklungsgesellschaft im Gewerbegebiet Copitz-Nord für das Landratsamt eine weitere Ausweichfläche bereit, die ebenfalls zum Abfangen großer Flüchtlingsstromspitzen genutzt werden könnte.

Schwerpunkte der Integration in der Stadt Pirna

Während im vergangenen Jahr der Fokus zunächst auf der Erstunterbringung und Grundversorgung der Asylbewerber lag, verlagert sich der Schwerpunkt zunehmend auf integrative Maßnahmen. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, Konflikte zu vermeiden und allen Bürgerinnen und Bürgern eine gleichberechtigte, selbstbestimmte und aktive Teilhabe an den relevanten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens der Stadt Pirna zu ermöglichen, sind Spracherwerb, Schul- und Ausbildung sowie Arbeitsmarktintegration die grundlegenden Ziele. Die Steuerung der Zusammenarbeit aller relevanten staatlichen Institutionen sowie die Vernetzung der Beratungs- und Unterstützungsangebote der Wohlfahrtsverbände stehen derzeit im Vordergrund der Bemühungen. Darüber hinaus werden die verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteure in der Stadt Pirna unterstützt, die bereits mit zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern an der Umsetzung dieser Ziele arbeiten.

Eigenes Netzwerk aufgebaut

Obwohl es sich beim Thema Asyl um eine Pflichtaufgabe der Landkreise und der kreisfreien Städte handelt, hat die kreisangehörige Stadt Pirna eine eigene Personalstelle u. a. zur Koordinierung der zahlreichen Integrationsprojekte geschaffen. Im Februar 2016 wurde diese Vollzeitstelle im Fachdienst Demokratie, Prävention und Migration in der Fachgruppe Büro des Oberbürgermeisters eingerichtet, um die Vernetzung der zahlreichen, haupt- und ehrenamtlichen Projekte im Stadtgebiet weiter zu qualifizieren. Herr Robert Schütz ist seit 1. Februar als Sachverständiger und Koordinator eingesetzt. Neben der fachlichen Zuarbeit für die Verwaltungsspitze und den Stadtrat ist er auch beratend für das Integrationsnetzwerk der Großen Kreisstadt tätig. Die Mitglieder des Netzwerkes sind unter https://www.pirna.de/Asyl_Unterstuetzungsmoeglichkeiten_und_Hilfsangebote_.4941d4488/ aufgeführt

Regelmäßige Informationen

Die Stadt Pirna hat seit Beginn des Jahres eine Internetseite eingerichtet, auf der alle relevanten und aktuellen Informationen rund um das Thema Asyl nachgelesen werden können. Darüber hinaus finden Interessierte eine Übersicht über die zahlreichen Unterstützungsmöglichkeiten sowie Hilfsangebote.
Unter https://www.pirna.de/Asyl_Aktuelle_Informationen_zu_Asylbewerbern_in_Pirna_Stand_.4941d4431/ können die Zahlen der in der Stadt Pirna untergebrachten Asylbewerber eingesehen werden. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert.

Informationen

Kontakt

Koordinator für Migration und Integration
Robert Schütz

Am Markt 1/2
01796 Pirna
Tel. 03501 556 334
Fax 03501 556 12334
Kontakt

"Begegnen Sie sich" - Veranstaltungen in Pirna

Dienstag, 13.02. 2018
10 - 12 Uhr

Frauentreff im Internationan Begegnungszentrum der AG Asylsuchende
Lange Straße 38a, Pirna

 

Dienstag & Freitag, 13.02. & 16.02. 2018
14:30 - 16:30 Uhr

Sprachcafé im Internationan Begegnungszentrum der AG Asylsuchende
Lange Straße 38a, Pirna

 

Mittwoch, 14.02. & 28.02. 2018
14-18 Uhr

Fahrradwerkstatt auf dem Sonnenstein
Straße der Jugend 2, Pirna

 

Donnerstag, 15.02. 2018
14 - 17 Uhr

Offener Treff im Internationan Begegnungszentrum der AG Asylsuchende
Lange Straße 38a, Pirna

 

Samstag, 24.02. & 03.03 2018
ab 14:30 Uhr

Begegnungscafé
im evangelischen Kirchgemeindezentrum, Schillerstr. 21A, Pirna-Copitz